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Standvergabe bei Weihnachtsmarkt benachteiligt laut Gericht Neubewerber / 58 Plätze vergeben

Karussell-Betreiber klagt sich ein

Hameln. An Karussells wird es in diesem Jahr beim Hamelner Weihnachstmarkt nicht mangeln: Mindestens drei Fahrgeschäfte sind derzeit im Gespräch. Einer der Karussell-Betreiber verstand allerdings gar keinen Spaß, als es um die Standvergabe ging: Weil die Stadt Hameln ihn nicht berücksichtigte, klagte er sich kurzerhand per einstweiliger Verfügung ein. Grund ist laut Fachbereichsleiter Dieter Schur, dass die Neubeschicker bei der Standvergabe zu wenig Chancen gehabt hätten. Das Merkmal „bekannt und bewährt“ sei, so habe das Gericht geurteilt, bei der Auswahl zu stark ins Gewicht gefallen – ein Schlag ins Gesicht für die Mehrheitsgruppe. Sie hatte sich erst vor kurzem für das sogenante „Hildesheimer Modell“ starkgemacht, das genau dieses Kriterium in den Mittelpunkt stellt. „Die Gerichte entscheiden leider anders“, fasste Schur bei der gestrigen Ausschuss-Sitzung für Recht und Sicherheit zusammen. Zwischen dem Wunsch, altbekannte Hamelner Stände unterzubringen und neuen Bewerbern ebenso eine Chance zu geben, bemühe man sich „um die Quadratur des Kreises“.

veröffentlicht am 08.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN
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Ab kommender Woche soll der Aufbau starten. Von ursprünglich 65 geplanten Standplätzen sind derzeit 58 vergeben – die Situation kann sich aber noch ändern. 15 Kunsthandwerker sind ebenso dabei wie zwei karitative Stände. Neben dem Round Table werden auch die „Freunde für Brjansk“ des Ratsmitglieds Gerhard Paschwitz vertreten sein. Neu sind zwei Spezialitätenstände: Ein Betreiber stellt Alltagsgegegenstände – wie Werkzeug – aus Schokolade her, ein weiterer bietet spanisches Backwerk an. Zudem gibt es acht Süßwaren-Stände sowie 27 Speise- und Getränkestände. Und der Weihnachtsmarkt wird „waldiger“: Statt 80 werden in diesem Jahr 150 kleine Bäume aufgestellt, hinzu kommen sechs bis acht größere Bäume. Als Nebenwirkung des Weihnachtsmarkts wird zudem der wohl meistfotografierte Mülleimer Hamelns entfernt: Er steht auf Höhe des Museums. Und weil ihn auch nach dem Weihnachtsmarkt niemand vermissen wird, bleibt er auch gleich ganz verschwunden.



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