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Hamelner Club gibt auch an Mitglieder derzeit keine Boote mehr raus / Der Fluss birgt viele Gefahren

Kanufahren – bei Hochwasser ist das lebensgefährlich

Hameln (cal). Noch liegt der Weser-Pegel in Hameln nach der Schneeschmelze bei über sechs Meter, ist der Fluss kräftig ausgeufert. Das übt auch einen gewissen Reiz auf Hamelns Wassersportler aus. Doch neben dem sportlichen Spaß lauern in den verschiedenen Gewässern auch allerlei Gefahren.

veröffentlicht am 17.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 07:41 Uhr

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„Bei dieser Pegelhöhe ist es lebensgefährlich sich in ein Kanu zu setzten“ , sagt jedenfalls Mario Zlobinski, erster Vorsitzender des Kanu-Clubs Hameln. Das beweise unter anderem bereits der mutmaßliche Tod eines 26 Jahre alten Mannes aus Bad Pyrmont, der bei einer Kanu-Tour auf der Emmer gekentert war (wir berichteten). Trotz einer mehrtägigen Suchaktion, an der auch ein Hubschrauber und Taucher beteiligt waren, ist der Mann bis jetzt noch immer nicht gefunden worden. Er war mit zwei Begleitern (12 und 17 Jahre alt) auf dem Hochwasser führenden Fluss unterwegs. Die beiden Jüngeren konnten sich mit letzter Kraft unterkühlt ans Ufer retten. Der Verunglückte trug vermutlich keine Schwimmweste.

„Schon ab der Hälfte des aktuellen Pegelstandes der Weser sind keine Paddler des Kanu-Clubs Hameln mehr auf dem Fluss unterwegs“, versichert Zlobinski. Bis jetzt gebe es zwar kein offizielles Fahrverbot, aber der Fluss berge bereits zahlreiche Gefahren: Zum einen seien da die starken Strömungen, die von den Paddlern im Voraus nicht immer richtig eingeschätzt werden könnten. „Dadurch ist schwer abzusehen, wie das Kanu im Wasser reagiert. Im schlimmsten Fall führt das zum Kentern“, sagt Zlobinski. Sei das Boot erst einmal gekippt, sei es äußerst schwierig für den Paddler, sich an Land oder wieder in das Kanu zuretten. Dazu komme, dass die Kanuten, wenn sie erst einmal im Wasser seien, bei den Temperaturen sehr schnell unterkühlten. „Kein organisierter Verein würde bei der aktuellen Lage Kanu fahren, und auch wir geben kein Boot an Mitglieder heraus“, informiert Zlobinski.

Der Kanu-Club in Hameln hat „nasse Füße“ – er gibt augenblicklich auch an seine Mitglieder keine Boote zum Paddeln raus.

Foto. Wal



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