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Auswertung der Dewezet-Montagsfrage

Kann E-Voting die Wahlbeteiligung steigern?

HAMELN-PYRMONT. Montags ist Umfrage-Tag bei der Dewezet, dienstags in der darauffolgenden Woche gibt es die Ergebnisse. In der letzten Woche haben wir die Newsletter-Abonnenten zur geringen Wahlbeteiligung, möglichen Gründen und Maßnahmen dagegen befragt – die Antworten gibt es hier.

veröffentlicht am 20.09.2021 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2021 um 11:38 Uhr

Nicole Trodler

Autor

Onlineredakteurin zur Autorenseite

Von den 121.714 Wahlberechtigen in Hameln-Pyrmont haben 65.055 Personen an der Wahl teilgenommen, teilte der Landkreis Ende der letzten Woche mit. Die Wahlbeteiligung betrage damit 53,45 Prozent. Dass der Wert bei Kommunalwahlen um die 50 Prozent und damit auf sehr niedrigem Niveau liegt, ist bereits seit einigen Jahren der Fall. Ebenso lange gibt es Diskussionen um die Gründe und Überlegungen, wie die Wahlbeteiligung nach oben gebracht werden kann. In einer nicht repräsentativen Befragung haben wir die Einschätzung unserer Leser zu diesen Themen eingeholt.

Die 184 Menschen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, sind ihrem Wahlrecht am 12. September größtenteils nachgekommen. In Hinblick auf die Bundestagswahl am 26. September weisen die Angaben sogar noch eine Steigerung auf fast 100 Prozent der Befragten aus. Der Bundestrend zur Briefwahl lässt sich auch in der Region erkennen: Ein Drittel der Befragten gab an, bereits abgestimmt zu haben. Bundesweit wird in diesem Jahr übrigens mit einer Briefwahl-Quote an die 50 Prozent gerechnet (zum Vergleich: 28,6 Prozent waren es 2017).

Die Gründe für eine geringe Wahlbeteiligung sehen unsere Befragten größtenteils in fehlendem Interesse und der Überzeugung, „dass sich eh nichts ändern wird“. Dass Menschen aus Protest nicht wählen gehen oder weil sie sich nicht ausreichend informiert fühlen, sind ebenfalls oft angeführte Gründe. Dass jemand keine Zeit zum Wählen hat, ist nur für wenige ein Grund. Vereinzelt wurde auch das Verhalten von Politikern angeführt. Ein Teilnehmer schrieb folgenden Grund: „Der Irrglaube, dass es eine Partei geben müsse, die zu 100 Prozent ihre Ansichten vertritt. Es fehlt das Bewusstsein, dass das Leben aus Kompromissen besteht.“

Bei den bevorzugten Maßnahmen zur Steigerung der Wahlbeteiligung spielt für viele eine Erleichterung der Briefwahl eine wichtige Rolle. Den meisten Zuspruch findet jedoch das E-Voting als weiterer Kanal zur Stimmabgabe. Wann ein solches System der digitalen Stimmabgabe jedoch in Deutschland möglich sein wird, steht in den Sternen. Ein Blick nach Nordost-Europa könnte der Bundesrepublik Anregung geben: Estland wählt bereits seit 2005 über das Internet und nutzt dafür ein mehrstufiges Verfahren, um die Sicherheit der Abstimmung zu gewährleisten. Allerdings liegen in Estland bessere technische Voraussetzungen vor und von Vorteil ist auch, dass nur 1,3 Millionen Menschen dort leben.

Information

Viele Gründe, wählen zu gehen

Auf unsere Frage „Was ist ihr wichtigster Grund für die Stimmabgabe?“ wurde so geantwortet (Antworten sind unbearbeitet):

  • Mitsprache
  • Um etwas zu ändern
  • Wie sonst soll ich Einfluss auf die Entscheidungen in der Politik Einfluß nehmen?
  • Für mich ist wählen eine Bürgerpflicht,gehört zur Demokratie
  • Mitbestimmung
  • Ich bin nicht der politischste Wähler, habe aber eine eigene Meinung und die kann ich nur durch mein Wahlrecht nutzen.
  • Beteiligung am demokratischen Prozess. Wunsch nach Veränderung.
  • Jede Stimme zählt
  • Jede Stimme zählt.
  • Nur so kann ich maßgebend an der Auswahl der Vertreter in den kommunalen Parlamenten teilnehmen
  • Das war die Wahl nah am Bürger, meine Stadt, da muss man mitreden, mitbestimmen und mitentscheiden.
  • Bürgerplicht
  • Hoffnung auf etwas Wandel
  • Wahrnehmung des Wahlrecht.
  • Ich will mitbestimmen.
  • Für Demokratie stimmen
  • Mitentscheiden
  • Es muss JETZT etwas geändert werden in der Politik (Klima, Flüchtlinge, Digitalisierung …), daher ist es unerlässlich wählen zu gehen!
  • Eine Chance, die man ja nach Ablauf der Wahlperiode hat. Deshalb halte ich Wahlkampf für nicht so wichtig. Man sollte sich immer für Politik interessieren. Dann fällt die Wahl nicht schwer.
  • Jede Stimme zählt. Derzeit ist jede Stimme, die nicht für Laschet stimmt, ist eine gute Stimme.
  • Meine Stimme für die Politik abgeben um eventuell etwas zu ändern oder zu bewirken,ich habe das Recht dazu und sehe es als meine Bürgerpflicht an
  • Mein Recht auf Wahlen ausüben und die Demokratie stärken.
  • Stärkung der Demokratie und verhindern von rechten Parteien, wie AfD und dieBasis.
  • Die günstigen KVG Monatstickets für Rentner absichern.
  • Nutzung des Rechts zu demokratischen Partizipation. Verhindern, dass die Parteien des rechten Spektrums überhand gewinnen.
  • Dabei sein, Stimme abgeben, zusammengefasster Ausdruck meiner Meinung
  • Notwendige Maßnahmen für Klimaschutz und Digitalisierung
  • Schlechte Alternativen verhindern
  • Wahrnehmung meines demokratischen Rechts.
  • Ich halte es nicht für ein Recht zu wählen, sondern für eine Pflicht. Viele wissen gar nicht mehr, was für ein Privilieg es ist frei wählen zu dürfen, und das dafür auch Menschen ihr Leben gelassen ahben.
  • Jede Stimme für eine demokratische Partei ist eine Stimme weniger für die rechtsradikale AfD!
  • Das die richtigen Positionen vertreten werden.
  • Einflussnahme auf die politische Gestaltung meines Lebensumfeldes
  • Demokratie und Freie Wahlen
  • Mitbestimmung
  • Mitbestimmung
  • Ich gebe der Partei die Stimme, von der ich glaube, dass sie die bessere Politik macht
  • Man kann nicht nicht wählen und sich dann beschweren, das sich nichts ändert.
  • Wählen heißt Verantwortung übernehmen, nur aktiv ist Politik zu beeinflussen
  • Verständnis von Demokratie
  • Sympathie und Aussagekraft der Regierungsvorstellung.
  • Nur wer seine Stimme abgibt kann sich später auch beschweren.
  • Das ist Bürgerpflich. Wer nicht wählt, darf sich auch nicht über Politik aufregen. Er hätte ja die Wahl gehabt.
  • Damit die AfD, die Linke und die NPD weniger Stimmen bekommen!
  • wenn ich selbst nicht in einer Partei bin und nicht in ein Parlament möchte, will dennoch im Rahmen der dann verbleibenden Möglichkeiten durch Wahlbeteiligung Einfluss nehmen
  • Um mitbestimmen zu können, wer meine Interessen in den Gremien vertritt.
  • Demokratie
  • Möglichkeit zum Mitgestalten
  • Es gibt nur wenig Möglichkeiten, mit meiner Stimme etwas zu erreichen. Ich sollte also jede Möglichkeit nutzen.
  • ich betrachte es als meine Pflicht
  • Bürgerpflicht
  • Die richtigen in den Rat einziehen
  • Mitbestimmung
  • Die Möglichkeit wählen zu gehen ist ein hohes Gut und nicht selbstverständlich. Ich sehe es als eine Pflicht zu wählen und Demokratie zu leben.
  • Einflußnahme
  • Demokratie ausüben
  • Gelebte Demokratie und keinen Fußbreit den Faschisten.
  • Aktive Teilnahme am politischen Willensbildungsprozess.
  • Bedeutung der Kommunalpolitik
  • Einflussnahme auf Entscheidungen und uns vertretende Repräsentanten, die uns als Bürger betreffen. Wahl von vertrauenswürdig erscheinenden Personen.
  • Demokratie funktioniert nur, wenn alle mitmachen.
  • Klagen ohne selbst zu wählen ist sehr schwach.
  • Es ist mein Recht. Keins der Angebote überzeugt, also kann ich nur das geringere Übel wählen. Echte Mitwirkung sieht allerdings anders aus.
  • Ich nehme mein Grundrecht auf Wahl meiner politischen Vertreter war
  • Verhindern, dass politische Kräfte an die Macht kommen, die der Demokratie nicht gut tun.
  • Den alten Parteien einen Denkzettel verpassen. Neue Leute in den Rat
  • Demokratie
  • Ausübung des Wahlrechts
  • Demokratie ist auf Wahlbeteiligung angewiesen!
  • Partizipation
  • AfD verhindern
  • Das gewählten Personen ihr Versprechen halten
  • Teil der Gemeinschaft zu sein
  • Ich habe noch keine Wahl ausgelassen!
  • Bürgerpflicht
  • Demokratie wahrnehmen
  • Dass sich eine einzelne unabhängige Kandidatin für die OB-Wahl Hameln beworben hat, das musste ich mit meiner Wahl einfach anerkennen.
  • Politische Beteiligung
  • Möglichkeit der Mitgestaltung
  • Demokratische, zielstrebige, vernünftige Menschen zu einem Mandat zu verhelfen.
  • Demokratiebewustsein
  • Gerade Kommunalwahlen sind wichtig da ich häufiger direkt betroffen bin (Regionalität). Es gibt leider viele Länder wo es keine freien Wahlen gibt. Für mich ist es seit 1983 selbstverständlich zu jeder Wahl zu gehen (ich bin Jahrelang 1964)
  • Demokratie leben
  • Wer etwas verändern will muss selbst aktiv werden. Wer nicht wählt darf sich hinterher nicht beschweren.
  • Ohne Wahlen keine Demokratie.
  • Einfluss auf das Geschehen zu nehmen.
  • Wahl ist Bürgerrecht und Bürgerpflicht
  • Ich finde, wer nicht zur Wahl geht, darf sich nicht über die Politik beschweren.
  • Ich sehe die Wahrnehmung des Wahlrechts als ein Privileg an, dass ich nicht verlieren möchte.
  • Um mein Stimmrecht wahr zu nehmen.
  • Demokratische Wahlen sind ein Privileg und daher ist es für mich nicht nur ein Wahlrecht, sondern auch eine Pflicht.
  • jede Stimme zählt
  • Demokratischer Grundsatz
  • Für den Menschen zu stimmen, der meine Wünsche, Bedürfnisse und Ideen umsetzen kann!
  • Mitbestimmung
  • Demokratische Pflicht
  • Mitbestimmung am politischen Leben
  • Bürgerrecht und -pflicht
  • Bürgerpflicht
  • mitbestimmung
  • Mitbestimmung am Wohnort
  • Am politischen geschehen teilnehmen.
  • Interessenvertretung in der Kommunalpolitik
  • Feuerwehrhaus am Gondelteich
  • Interesse
  • Bürgerpflicht in einer Demokratie!
  • In einer Demokratie ist das eine sehr eigenartige Frage. Wenn die Staatsgewalt vom Volk ausgehen soll, muss das Volk auch wählen.
  • Verantwortung für die Kommunalpolitik
  • Beteiligung am Geschehen
  • Ich möchte von meinem Grundrecht, dem Wahlrecht, Gebrauch machen und die Prozente zugunsten „meiner“ Partei verschieben.
  • Ich möchte damit meinen Beitrag zur Demokratie geben.
  • Wenn ich nicht wähle, kann ich mich hinterher auch nicht Kritik äußern
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Viele Bürger haben das Gefühl, nicht gehört zu werden, kein Forum für ihre Meinung zu haben und ihre Lebenswelt nicht mitgestalten zu können. Mit der Montagsfrage wollen wir den Menschen in unserem Verbreitungsgebiet eine Stimme geben. Jeden Montagabend verschicken wir im Newsletter eine Umfrage zu aktuellen Themen, die die Menschen bewegen. Darin können Sie offen und anonym Ihre Meinung kundtun. Die Ergebnisse fließen in die Berichterstattung ein und werden jeden Montag online und dienstags im Print veröffentlicht. Abonnieren Sie den Newsletter, wenn Sie keine Montagsfrage verpassen wollen: newsletter.dewezet.de/register/



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