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Die Vitaminbomben Granatapfel, Physalis, Sternfrucht & Co. wirken Wunder für die Gesundheit

Kaki gegen Kälte: Probieren Sie’s mal exotisch

Jetzt, im Winter, haben sie ihren großen Auftritt: Im Kampf gegen Viren und Bakterien sind die exotischen Vitaminbomben Kaki, Granatapfel, Physalis & Co. einfach unschlagbar. Die Power-Pakete aus sonnigen Gefilden stärken nicht nur das Immunsystem, sondern werden auch als Heilfrüchte geschätzt. Jede Frucht hat ihre speziellen Vorzüge. „Gemeinsam ist ihnen der hohe Vitamin-C-Anteil“, sagt Gerhard Bungenstock, einer der Obst- und Gemüseanbieter auf dem Wochenmarkt, die eine große Auswahl exotischer Früchte im Sortiment haben. Das saftige Innere verbirgt sich bei manchen Früchten hinter harter oder auch unscheinbarer Schale. „Aber außer der Pelle kann man fast alles essen“, sagt Bungenstock: „Das gilt auch für die Kerne.“ Die sind beim Granatapfel sogar das A und O. Er gilt als eine der ältesten Heilfrüchte, soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, bei Gelenkentzündungen helfen und sogar gegen Krebs schützen – dank seiner antioxidativen, zellschützenden Eigenschaften, die aggressive, schädigende Stoffe im Körper unschädlich machen. Die ursprünglich im Iran beheimatete Frucht, die von dort aus ihren Siegeszug nach Asien, Süd- und Mittelamerika und ins tropische Afrika antrat, hat in den letzten Jahren medizinisch an Bedeutung gewonnen: So wurden bei Bluthochdruck, Magenerkrankungen, bakteriellen Infektionen, Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs und Osteoporose positive Effekte beobachtet. Der Granatapfel, vermuten Forscher, könne womöglich sogar den Alterungsprozess des Menschen verlangsamen. Wegen seiner aphrodisierenden Wirkung wird er seit der Antike als Liebesapfel geschätzt. Mit seinen Kernen lassen sich Salate und Desserts verfeinern, er ist lecker in Joghurt oder Müsli, vor allem aber pur ein Genuss.

veröffentlicht am 08.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 12:41 Uhr

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Das gilt auch für die ursprünglich aus Japan stammende Kaki, die sich bei uns längst vom Geheimtipp zur Trendfrucht gemausert hat. Äußerlich sieht der schmackhafte Exot wie eine große orangerote Tomate aus. Das Innere der Kaki ist weich, lässt sich gut aus der Schale löffeln und bringt dank des hohen Glucoseanteils das Gehirn auf Touren. Weitere Pluspunkte der Kaki: Ballaststoffe, Eisen und die Vitamine A und C.

Die Passionsfrucht ist mit ihrer braunen Haut die unscheinbarste Frucht unter den Exoten und wird daher zu Unrecht oft verkannt. Dabei versteckt sich unter der festen Haut dieses ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammenden Obstes ein bunter Fruchtkern, der es in sich hat. Der Vitamin-A-Gehalt der Passionsfrucht ist unschlagbar. Reich ist sie aber auch an Vitamin B, Nicotinamid und Vitamin C sowie so wichtigen Mineralien wie Kalium, Phosphor und Calcium.

Im Gegensatz zur äußerlich schlichten Passionsfrucht ist die auch Kapstachelbeere genannte Physalis eine kleine Diva: Ihre kugelrunden, orangegelben Beeren hat sie in eine Art Papierlampion gehüllt. Die Früchte sind sehr reich an Vitamin C und enthalten außerdem Vitamin B1, Provitamin A und Eisen. Beliebt sind die Beeren in Bowlen, Longdrinks, Rumtöpfen und Desserts, aber auch bei der Dekoration von Buffets.

Kein Exot ist zu Weihnachten so populär wie die Sternfrucht. Kein Wunder, ergibt ihr Querschnitt doch einen dekorativen, fünfzackigen Stern. Perfekt für die Küche zum Fest. Doch nicht nur optisch macht die Sternfrucht etwas her: Sie ist reich an Kalium, Eisen, Provitamin A und Vitamin C. Mit ihrem süß-säuerlichen Geschmack veredelt sie Obst- und Geflügelsalate und wird nicht nur zu Weihnachten gern zum Dekorieren verwendet.

Die Papaya, eine Baummelone, verdankt ihren Namen den Arawak-Indianern des tropischen Amerika. Papayas enthalten nicht nur Vitamine und Mineralien, darunter viel Vitamin C und Pantothensäure, Kalium, Kalzium und Magnesium. Sie liefern außerdem Papain und Bromelain, das sind pflanzliche Enzyme, die komplexe Eiweiße zersetzen können. Das macht sie leicht verdaulich und hilft beim Abbau von Körperfett. Das süße, saftige Fruchtfleisch der Papaya ähnelt der Melone. Die Kerne kann man mitessen: „Da sie scharf und leicht pfeffrig schmecken, sind sie aber nicht jedermanns Sache“, weiß Gerhard Bungenstock. Unreif kann man Papaya wie Gemüse verwenden. In reifem Zustand geben sie asiatischen Currys die fruchtige Note und sind der perfekte Begleiter von Ingwer.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr

Exotische Früchte wie Kaki, Granatapfel, Physalis, Sternfrucht und Papaya sind im Winter wichtige Vitaminlieferanten und stärken das Immunsystem gegen Viren und Bakterien. Foto: Dana

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