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Ägyptens Verkehrsexperten suchen Weg zu mehr Sicherheit

Kairo lernt von Hameln

Die ägyptisch-deutsche Kommission begutachtet die Verkehrsführung am „Grünen Reiter.“Foto: hx

veröffentlicht am 26.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 20:21 Uhr

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Hameln (hx). Ägyptens Straßen sollen mit Know-how aus Deutschland sicherer werden – und ein Beispiel aus der Hamelner Region könnte dabei eine zentrale Bedeutung bekommen. Im Rahmen eines von der EU und der Weltbank geförderten und vom deutschen Verkehrsministerium koordinierten Projektes bereist derzeit eine hochrangige Kommission der ägyptischen Straßenbauverwaltung mit deutschen Experten die Republik und schaut sich täglich 30 bis 40 Verkehrssituationen an. In Niedersachsen war unter anderem die Bundesstraße 217 von Interesse, da sie verschiedene Mitteltrennungen in Beton oder Stahl aufweist und drei- oder vierspurig angelegt ist.

„Die B 217 ist überwiegend sehr sicher ausgebaut“ meint Dr. Horst Hanke, Direktor im Saarländischen Wirtschaftsministerium. „Allerdings gibt es auch Tempo-100-Abschnitte mit vielen Straßenbäumen ohne Abtrennung – das wird dann als unsicher bewertet, ebenso wie vierspurige Abschnitte ohne Mittelplanken.“ Der Präsident der ägyptischen Straßenbauverwaltung, Tarek El-Attar, ist vom hohen Sicherheitsstandard der deutschen Straßen beeindruckt und macht unter anderem die gut ausgebildeten Straßenwärter, deren Schulungszentren und das dichte Netz von Straßen- und Autobahnmeistereien dafür verantwortlich. Auch die Trennung von der Landwirtschaft mit ihren Wirtschaftswegen vom schnell fließenden Verkehr gebe es in Ägypten so nicht. Der Projektbegleiter der EU, Hans-Joachim Vollpracht, lebt in Kairo und meint als Kenner der dortigen Verhältnisse: „Man kann keinesfalls alles 1:1 nach Ägypten übertragen, denn es gibt unter anderem andere Grundvoraussetzungen bei dem Sicherheitsniveau der Fahrzeuge, der Umgebungsbedingungen und den Führerscheinanforderungen.“

In Hameln hat die Kommission auch innerstädtische Verkehrsführungen wie am „Grünen Reiter“ besichtigt, wo die Fußgänger vom Autoverkehr getrennt wurden. Auch ein Rundgang mit dem Rattenfänger durch die Altstadt wurde unternommen.



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