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13 Pappeln an der Promenade gefällt

Kahlschlag an der Weser

Hameln (ni). Zumindest von oben haben Radler und Fußgänger auf der Weserpromenade kein Unheil mehr zu befürchten: Die Pappeln in Höhe des Sana-Klinikums sind gefällt. Die von der Stadt gesehene Gefahr, Passanten könnten von herabfallenden Ästen verletzt werden, ist damit zwar gebannt, doch Zweifel an der Notwendigkeit des Kahlschlags bleiben.

veröffentlicht am 26.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 21:41 Uhr

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Jede Baumfällung im Hamelner Stadtgebiet, und mag sie von Experten noch so gut begründet sein, ruft Kritiker auf den Plan. Auch über das endgültige Aus für die 13 Pappeln an der Weserpromenade haben Bürger sich aufgeregt. Die von der Verwaltung angeführten Argumente für den Kahlschlag – nämlich die Bäume seien altersschwach und durch trockene Äste zu einem Risiko für Fußgänger und Radler geworden – überzeugten offensichtlich nicht jeden. Dass auch die vier Pappeln auf der zur Weser gelegenen Seite des Sana-Klinikums dran glauben mussten, so das Gerücht, habe ganz andere Gründe. Angeblich störten sie die Hubschrauber-Piloten beim Anflug auf den Landeplatz des Krankenhauses. Dem sei nicht so, erklärt dagegen Sana-Mitarbeiter Stefan Bode. Damit die Piloten bei ihren Notfalleinsätzen sicher starten und landen können, seien die Pappeln auf dem Klinikgelände Anfang des Jahres gestutzt worden, so der Abteilungsleiter für den Bereich Wirtschaft und Dienstleistung. Ans Abholzen der Bäume habe da noch niemand gedacht. Das sei erst akut geworden, als feststand, dass die neun Pappeln am Radweg abgesägt werden müssen, die den Sana-Pappeln bislang Windschutz gewährten. Ohne diese Barriere wären die vier Bäume der Gewalt eines Sturmes schutzlos ausgeliefert gewesen, was in diesem speziellen Fall um so problematischer gewesen wäre, als die Klinik-Bäume auf dem Deich standen. „In einem aufgeschütteten Wall“, so Bode, „ist die Standfestigkeit aber nicht so hoch wie auf natürlich verdichtetem Boden. Die Wurzeln haben darin weniger Halt.“ Und die Gefahr habe bestanden, „dass uns die Pappeln auf die Gebäude fallen.“

Kerngesund sind sie laut Bode ohnehin nicht mehr gewesen. In den vergangenen Jahren hätten Fachleute die Bäume regelmäßig begutachtet. Die Menge an Totholz, die sie entfernen mussten, habe von Mal zu Mal zugenommen, trotzdem seien noch trockene Äste aufs Grundstück gefallen. Die Entscheidung, die vier Pappeln zu entfernen, sei „nicht mal eben so aus dem Bauch heraus, sondern erst nach reiflicher Überlegung und gründlicher Prüfung aller Umstände erfolgt“, versichert Bode.



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