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Kälte sorgt für klamme Zeiten in der Baubranche

veröffentlicht am 06.01.2011 um 12:29 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Bau

Hameln (jch).  Im Bauhauptgewerbe geht nichts mehr. Der Winter hat nicht nur den Boden, sondern auch die Handlungsfähigkeit einer ganzen Branche eingefroren. „Die Baubetriebe hier in der Region sind seit Mitte November lahmgelegt“, sagt Ulrich Wichmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hameln-Pyrmont. Von Januar 2010 bis heute hat an insgesamt 5 Monaten Schnee gelegen. Ein Rekord.

„Normalerweise haben wir 14 Tage Schnee, dann wird es wärmer und wir können die Arbeit wieder aufnehmen. Dann kommt eine weitere Schneefront“, sagt Wichmann.
Der seit Mitte November andauernde Frost weckt bei ihm die Erinnerungen an den Rekordwinter 1978-79. Zwar läge in diesem Jahr weniger Schnee, aber die Länge der Kälteperiode sei durchaus vergleichbar. Er hofft auf das Ende dieses Winters im März. Erst dann könne der vorhandene Auftragsabarbeitungsrückstau aufgelöst werden.

Die Auswirkungen des Winters beschränken sich aber nicht auf die brachliegenden Baustellen. Normalerweise könnten im Winter die vielen Überstunden des Sommers abgefeiert werden. Da aber bereits der letzte Winter bis in den April ging und die Konjunktur in der Baubranche erst im späten Frühling richtig in Schwung kam, seien nicht genug Überstunden angefallen. Letzte Konsequenz sei nun, dass Fachkräfte entlassen werden müssen, so Wichmann. Alternativ könnten Angestellte auch an Qualifizierungsprogrammen teilnehmen. Dies hänge aber wiederum davon ab, ob die Agentur für Arbeit diese finanziert oder der Arbeitgeber finanzkräftig genug ist, um die Kosten selbst zu tragen.

Anstatt die Mitarbeiter über den Winter zu entlassen, bietet die Agentur für Arbeit eine weitere Möglichkeit der finanziellen Unterstützung über den Winter hinweg an. Das Saison-Kurzarbeiter-Geld, das 2006 eingeführt wurde, kann von Arbeitgebern beantragt werden. Es hat das Ziel, dass im Baugewerbe Arbeitnehmer bei saisonalen und wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfällen im Zeitraum von Dezember bis März nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen werden müssen. Der Vorteil dieser Lösung liegt sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite. Den Firmen bleiben ihre bewährten Mitarbeiter auch bei fehlenden Aufträgen erhalten, und die Arbeitnehmer sind durchgehend sozialversichert, was sich positiv auf deren Rentenansprüche auswirkt.



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