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Ebert sinniert über künstliche Intelligenz und ihre Grenzen

Kabarettist Vince Ebert bei Börsennacht der Sparkasse

veröffentlicht am 14.02.2018 um 22:01 Uhr

Gut gelaunt bei der Börsennacht der Sparkasse im Hamelner Theater: Kabarettist Vince Ebert (2.v.li.) sowie die Sparkassenvorstände Alois Drube (v.li), Klaus Tobisch und Thomas Greef.Foto: fn
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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HAMELN. Der Wirtschaftskabarettist Vince Ebert macht den Anwesenden im Hamelner Theater Mut: Die Digitalisierung muss doch niemand fürchten, sagt er. Vielerorts sei zwar eine „digitale Hysterie“, die inzwischen alle Lebensbereiche umfasst, zu spüren. Doch dass Maschinen den Menschen irgendwann das Denken abnehmen, werde schon nicht passieren – zumindest dann nicht, wenn die Menschheit weiterhin auf ihre ganz besonderen Qualitäten setzt: Das seien Fantasie, Kreativität, Leidenschaft die Fähigkeit vorauszuschauen und auch Fehler zu machen und natürlich der Humor.

Auf seine Art hat der diplomierte Physiker, Autor und TV-Wissenschaftler Ebert den Gästen der 19. Börsennacht der Sparkasse Hameln-Weserbergland „wissenschaftliche Zusammenhänge mit den Gesetzen des Humors“ vermittelt. Ergebnis: Auch wenn schon einmal ein „Terminator“ Kalifornien regierte – Ebert meinte damit Arnold Schwarzenegger, der nach der Schauspielkarriere in die Politik gewechselt war – so fehlt es Rechnern, die große Datenmengen erheben und auswerten können, immer noch an etwas ganz Essentiellem: gesundem Menschenverstand. Ebert riet im Theater dementsprechend zur Gelassenheit: Während Computer rechnen, können Gehirne verstehen. Und das sei eben außergewöhnlich menschlich – dies lässt wiederum hoffen.

Die Digitalisierung war beim Jahresauftakttreffen der Sparkasse zentrales Thema – nicht nur bei Kabarettist Ebert, sondern auch bei Vorstandschef Alois Drube. Der digitale Wandel schaffe zwar durchaus Ängste vor dem Unbekannten, doch er biete auch Chancen. Trotz weltweiter Vernetzung habe die digitale Welt auf regionaler Ebene denn immer noch eine persönliche Komponente, betonte er. Der Sparkassenchef meinte damit vor allem auch seine die Mitarbeiter, die – wie am Abend vor Publikum vorgeführt – ihre Kunden künftig auch digital beraten – über die „Heimatsparkasse“ per Computer und Video-Gespräch. „Sie sprechen aber immer noch mit einem Menschen“, stellte Drube klar. Vor Ort könne die Sparkasse also weiterhin als „verlässlicher Partner“ geschätzt werden. In Drubes Augen ist das überwiegend regional agierende Kreditinstitut sogar noch mehr: nämlich ein „struktureller Gegenentwurf zu den Globalisten“. Mit Blick auf die immer rasanter fortschreitende Digitalisierung sagte der Sparkassenvorstand: „Auch wir werden uns stärker in diese ,neue Welt‘ hineinentwickeln.“ Junge motivierte Mitarbeiter seien dafür unverzichtbar; auf die Bindung der Jungen an das Unternehmen lege die Sparkasse aktuell besonders großen Wert, so Drube. So gestalteten die Nachwuchskräfte den künftigen Marktauftritt mit – viel wichtiger noch: Sie entwickelten ihn weiter. Mit eigenem Kopf und eigenen Gedanken.

Die nötige Gelassenheit sei ihnen dabei gewünscht.

Information

Sparkassenvorstand Drube: Sehr zufrieden mit 2017

Sparkassenvorstand Alois Drube gibt zur Börsennacht traditionell die Geschäftsentwicklung des Kreditinstituts bekannt. Dem Jahresergebnis der fusionierten Sparkasse Hameln-Weserbergland für 2017 bescheinigte Drube am Mittwochabend das „Prädikat ,sehr zufrieden‘“, Der Gewinn der Sparkasse Hameln-Weserbergland lag 2017 „deutlich über dem Vorjahr“ und über dem Durchschnitt der übrigen niedersächsischen Sparkassen, so der Vorstandsvorsitzende. Die Kundeneinlagen haben sich laut Drube um 26 Millionen Euro ausgeweitet und liegen inzwischen bei insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro. Um 2,3 Prozent, das entspricht rund 30 Millionen Euro, hat die Sparkasse sie Kundenkredite erhöhen können. Insgesamt belaufen sich die Kredite auf eine Summe von etwa 1,3 Milliarden Euro. Alles zusammen führe das zu einer Bilanzsumme von rund 2,3 Milliarden Euro, so Drube. Das gesamte Kundengeschäftsvolumen sei auf 3,6 Milliarden Euro gestiegen. Aktuell hat die Sparkasse Hameln-Weserbergland 475 Beschäftigte und 30 Auszubildende.

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