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Trio „Pawlowski forte“ gastierte in der Martin-Luther-Kirche

Kabarett im Gotteshaus

HAMELN. Die Unterhaltung der drei belegten Brötchen in der Bundestagskantine quittierten die gut 100 Zuschauer mit reichlich Lachern und viel Applaus. Das Göttinger Trio „Pawlowski forte“ trat in der Martin-Luther-Kirche auf. Ein Heimspiel: Klaus Pawlowski hat in Hameln Abitur gemacht.

veröffentlicht am 15.04.2018 um 17:12 Uhr

Beim Song über die Kanzlerin schlagen Vater Klaus und Sohn Peter Pawlowski schon mal spanische Töne an. Foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter
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Die Unterhaltung der drei belegten Brötchen in der Bundestagskantine quittierten die gut 100 Zuschauer in der Martin-Luther-Kirche mit reichlich Lachern und viel Applaus. Auch die Notoperation unter dem Motto „Wir operieren jetzt zu Hause“ nach einer Anleitung von Gesundheitsminister Jens Spahn und die Reparatur eines ferngesteuerten defekten FDP-Wahlkampfaktivisten fand den Beifall des Publikums.

„Vollfrisch in den Frühling – Jammern leichtgemacht“, so hieß das Programm des Göttinger Kabarett-Ensembles um den agilen Endsiebziger Klaus Pawlowski. Zusammen mit seinem Sohn Peter und der Rhetorik-Trainerin Uschi Siemon hat der ehemalige Sprachwissenschaftler und Medientrainer zahlreiche seiner alten Titel aktualisiert.

„Ein neu gestaltetes ,Best of‘, bei dem die GroKo natürlich Thema ist“, erläutert Pawlowski, der einst am Hamelner Schiller-Gymnasium sein Abitur gemacht hat. „Klaus hatte immer einen Hang zur Literatur und zum Witz“, bestätigen auch alte Freunde wie Tafelgründer Wolfgang Asche und der Mediziner Prof. Dr. Hermann Wolf. „Unser Deutschlehrer war der Gründer des Rattenfängerspiels, Friedrich Flügge“, erinnern sich die beiden. „Da hat Klaus bei Theateraufführungen auch immer mitgemacht.“

Die Aufführung in der Martin-Luther-Kirche ist ein Dankeschön für 74 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Gemeinde, die vorab mit einem Empfang gewürdigt wurden.

„Kirche ist ein Raum für Kabarett, denn Kirche kann vielen Dingen dienen“, stellt Otto Ribbart vom Kirchenvorstand fest. Nach ihren Auftritten in der Kirche in Hachmühlen hatte sich Ribbart entschlossen, die Pawlowskis auch in die Martin-Luther-Kirche einzuladen. Die stellen dann auch eine gelungene Mischung aus Liedern und Sketchen vor.

Besonders gelungen die „Erlkönig“-Variationen, die im formalen Ablauf dem bekannten Gedicht angepasst sind. Aber auch durch exzellente Soli wussten die Drei zu überzeugen. Urkomisch die mit lateinischen Begriffen durchsetzte Arztrede von Klaus Pawlowski, der sich mit der „Handyitis“ auseinandersetzte. Bitterböse die Nummer seines Sohnes Klaus, der mit einem ein Rettungsschiff darstellenden blinkenden Gummiring die Flüchtlingsabwehr auf dem Mittelmeer kritisch hinterfragte.

„Seniorengerechte Freiandhaltung“ und „Bürgerwehren“ wurden ebenso mit originellem Wortwitz auf de Schippe genommen. Am Ende aber blieb neben viel Nachdenklichkeit und blendender Unterhaltung mit dem „Optimisten Boogie“ vor allem jede Menge Zuversicht.

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