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Oh doch: Freisprüche, Kosten, Besucher: Das Gericht in Zahlen

Justitia rechnet nicht?

Hameln. Judex non calculat, hieß es schon bei den alten Römern – der Richter rechnet nicht. Nicht aber, wie oft bei Gericht gemunkelt wird, weil Juristen einfach nicht rechnen können, sondern eher, weil Rechnen und Gerechtigkeit eben zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Argumente werden also abgewogen und nicht gegeneinander aufgerechnet. Beim Amtsgericht Hameln aber wurde nun doch einmal gerechnet – und versucht, das, was so an Recht gesprochen wird und was das Gericht ausmacht, in Zahlen auszudrücken.

veröffentlicht am 21.04.2016 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

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Andrea-Tiedemann-Redakteurin-Lokales-Dewezet

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2,99

Millionen Euro Gerichtskosten wurden in Hameln eingezahlt. Die Gerichtskosten bestimmen sich nach dem Wert, um den im Prozess gestritten wird. Auch müssen manchmal Vorschüsse für zum Beispiel Sachverständigen-Gutachten oder die Fahrtkosten von Zeugen eingezahlt werden.

27000

Besucher (einschließlich Arbeitsgericht, hochgerechnet)

23947

Euro wurden als Auflagen gemeinnützigen Einrichtungen zugesprochen – fast ausschließlich solche aus dem Landkreis.

16

Richterinnen und Richter haben Fälle bearbeitet. Hinzu kommen 64 Mitarbeiter im Mittleren Dienst, 8 Gerichtsvollzieher, 29 Rechtspfeger, 8 Wachtmeister und mehrere Auszubildende in den einzelnen Bereichen.

593

Urteile haben die Strafrichter in Hameln gesprochen – 84 davon waren Freisprüche.

176

Rechtsanwälte streiten für ihre Mandanten im Bezirk des Gerichts.

170

Vorführungen: Entweder kam der Angeklagte nicht zum Prozess oder Insassen der Jugendanstalt wurden zum Prozess gebracht.

138000

Euro hat das Gericht allein für Porto- und Zustellkosten ausgegeben.

200

Tage, an denen Besucher mit einer Eingangskontrolle rechnen mussten. Da hieß es dann: Gefährliche Gegenstände müssen draußen bleiben!

492

Insolvenzverfahren wurden für Verbraucher eröffnet. Von den insgesamt 549 Anträgen wurden also nur sehr wenige abgelehnt. Bei den Gesellschaften und Gewerbetreibenden sieht es etwas anders aus: Von 211 Anträgen sind 69 eröffnet worden und laufen noch, in 19 Verfahren wurde die Eröffnung abgelehnt, weil nicht mehr genügend Geld für das Verfahren an sich da war.

8

Sitzungssäle hat das Amtsgericht, das Arbeitsgericht kommt mit einem zusätzlichen aus.



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