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Zwei-Mann-Stück rückt Leben und Mythos des Reformators ins Licht / Handpuppenszene kommt gut an

Junger Luther hat ein Händchen fürs Historische

Hameln (ag). Die Marktkirche ist in violettfarbenes Licht getaucht, als sich der römische Architekt Giorgio Vasari (Christoph Linder) und Michelangelo (Sami El Gharbi) über den Bau des Petersdoms beraten. „Aber nicht wieder so unzüchtige Fresken“, fordert Vasari von dem Maler und lamentiert, dass der rückläufige deutsche Ablasshandel den Prachtbau ohnehin gefährden könnte – so gestaltet sich die Anfangsszene des Theaterstückes „Luther 2009“. Die Kirche ist gut besucht am Freitagabend, und dem Publikum gefällt die szenische Collage von Regisseur Peter Ries, die ohne Bühnenbild und weitgehend auch ohne Kostüme auskommt.

veröffentlicht am 18.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:41 Uhr

„Hier stehe ich!“: Julian Simon spielt Martin Luther
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Luther mit ungewohntem Aussehen

Zum bevorstehenden Reformationstag ist es eine durchgehend leidenschaftliche, nur zum Ende hin langatmig werdende, fast zweistündige Geschichtsstunde, die den Menschen und Mythos Martin Luther zum Leben erweckt. Ein Luther mit ungewohntem Aussehen. Mit Julian Simon spricht ein blonder, schmächtiger Jüngling die historischen Worte „Hier stehe ich!“, aber die Hamelner überzeugt er, wie nicht nur der andauernde Beifall zeigt.

„Mir hat es gefallen“, ist Gretel Risel nach der Aufführung froh, gekommen zu sein. „Vor allem die wechselnden Lichtfarben waren beeindruckend“, ergänzt ihr Mann Christian. Auch Rosemarie Hermes zieht eine positive Bilanz. „Besonderen Spaß haben mir der Michelangelo und der Vasari am Anfang gemacht. Ich bin nicht sicher, ob die sich je begegnet sind, aber das war hübsch gemacht.“ Unsicher war sie vorher, wie ihr die Puppentheaterszene mit dem Fuchs und dem kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry zum Thema Liebe, Zuneigung und Vertrauen gefallen würde. „Da hatte ich Angst vor, als ich das las. Und das passte dann ausgezeichnet.“ Und auch der Fachmann war beeindruckt. „Gar kein Bühnenbild, alles wird mit Licht gemacht. Für mich war das sehr eindrucksvoll, eine sehr gelungene Sache. Im Großen und Ganzen habe ich auch den historischen Ablauf wieder erkannt“, so Superintendent Philipp Meyer.



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