weather-image
13°
Landesinnenminister diskutiert in Hameln

„Jugendliche haben eine Verantwortung“

Hameln. Er war einer der letzten von 750 Besuchern, als er die Ausstellung „Ordnung und Vernichtung – die Polizei im NS-Staat“ in der Hamelner Dienststelle der Polizeiinspektion Hameln/Holzminden besichtigte. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), begleitet von den heimischen Landtagsabgeordneten Anja Piel (Grüne) und Ulrich Watermann (SPD), ließ sich von Historiker Dr. Dirk Götting durch die Ausstellung über die Aufarbeitung der Geschichte und der Rolle der Polizei zur Zeit des Nationalsozialismus führen. „Wenn man über Sachen spricht, hält man sie am Leben. In den 1970er Jahren wäre solch eine Ausstellung nicht möglich gewesen“, betonte Götting, als er im Anschluss an den Rundgang die als Ausstellungsabschluss gedachte Diskussion im Radio-Aktiv-Pavillon eröffnete. Das Thema der Runde: „Demokraten werden nicht geboren! “

veröffentlicht am 28.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 17:21 Uhr

270_008_6441956_hm301_2806.jpg
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Neben Pistorius nahmen Frank Waterstraat (Polizeipastor), Julia Niemeyer (Geschäftsführerin Dewezet) und Ralf Leopold (Leiter Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden) an dem Gespräch teil. „Heute 20-Jährige haben keine Schuld, aber sie haben eine Verantwortung“, sagte der Innenminister. Pistorius sprach von mehreren Säulen, die nötig seien, um jüngere Menschen nicht für extreme Gedanken empfänglich zu machen. Neben der Eigenverantwortung nannte der Minister die Beteiligung von Schülern an der Politik. In seiner Heimatstadt Osnabrück würden seit Jahren Schüler an die Politik herangeführt – und die hätten Spaß daran.

„Wo es brennt, sollte man die Finger in die Wunde legen.“ Julia Niemeyer sprach an, dass sich die Presse bei gewissen Stimmungen nicht zurücknehmen dürfe. Frank Waterstraat erklärte, dass Bildung nicht der alleinige Schutz davor sei, anderen auf den Leim zu gehen. „Bildung spielt eine Rolle, aber nicht die einzige. Eine Grundhaltung muss schon da sein“, sagte Waterstraat.

„Wir hätten auch ins Hochzeitshaus gehen können, dort wäre mehr Laufkundschaft gewesen. Diese Intensität hätten wir dort aber nicht erreicht“, antwortete Kriminaldirektor Leopold auf eine Frage, warum die Ausstellung abseits in den Räumen der Polizei stattfand.

Sieht junge Menschen in der Verantwortung, gegen jeden Extremismus vorzugehen: Landesinnenminister Boris Pistorius steht Moderator Jens Nietsch Rede und Antwort.fn



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare