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Sprache und Kultur gefördert

Jugendliche gehen auf Zeitreise im Museum

HAMELN. „Oh ja, die Aufregung ist groß“, stellt Andrea Beißner fest. Vor ihr stehen 20 Kinder und Jugendliche in historischen Kostümen und sind bereit für ihren ersten Auftritt. Gleich spielen sie Szenen der Geschwister Wallbaum inmitten der Ausstellung nach. Ihre Eltern und Geschwister haben Videokameras dabei, das Interesse im Museum Hameln ist groß.

veröffentlicht am 13.07.2018 um 17:29 Uhr

Die Jugendlichen haben Spaß bei ihrer Darstellung. Foto: kk
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Günter Raß, stellvertretender Vorsitzender des Museumsvereins, spricht von einem „Zusammensein, das es so noch nicht gegeben hat“. Museumspädagogin Iris Stumpe hat das Projekt „Auf Zeitreise mit den Geschwistern Wallbaum“ zusammen mit Beißner und Claudia Noltemeyer ins Leben gerufen. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, ermöglicht es bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen die Teilhabe am Lernort Museum. Während des zweiwöchigen Projektzeitraums haben sie sich mit der Kindheit und dem Alltag der Wallbaums im 19. Jahrhundert auseinandergesetzt – trotz Ferien hätten sie den Willen gehabt, ihre Sprachkenntnisse zu fördern und weitere Kompetenzen zu erlernen, berichtet Stumpe. Die meisten der Kinder und Jugendlichen sind über die städtischen Einrichtungen Regenbogen, Kinderspielhaus und FiZ zu dem Projekt gekommen. Viele von ihnen seien von Armut betroffen und hätten kaum Zugang zu Kulturangeboten. Das Projekt des Museumsvereins setze hier an, um soziale Integration zu unterstützen und das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu stärken. Und es soll weitergehen: „Sie sind bereit, auch nach Ende des Projekts ihre Führungen mit interessierten Kinder- und Jugendgruppen durchzuführen“, sagt Stumpe.



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