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Hamelner Schüler reisen in den Kirchenkreis Kalahari / Partnerschaft besteht seit acht Jahren

Jugendarbeit unter afrikanischen Palmen

Hameln/Keimoes (tk). Während andere Jugendliche ihre Ferien auf Sylt, am heimischen Baggersee oder schlicht vor dem Fernseher verbringen, kommt das für die Evangelische Jugend in Hameln-Pyrmont nicht infrage – zumindest nicht für die zehn Jugendlichen, die vor rund drei Wochen nach Südafrika in die Kalahari gereist sind, um zu helfen und um dort die Jugendlichen ihrer Partnergemeinde zu treffen. „Seit 2001 gibt es die Partnerschaft mit dem Kirchkreis Kalahari bereits“, erklärt Jugendwartin Silvia Büthe. Was anfangs mit Rundreisen begann, hat nun viel konkretere Formen bekommen. Im jährlichen Wechsel besuchen sich die Gruppen in ihren Heimatländern – für jeweils dreieinhalb Wochen – und tauschen sich über aktuelle Probleme aus.

veröffentlicht am 29.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 11:41 Uhr

Palmen ja, Urlaub nein: Die Gruppe der Evangelischen Jugend arbe
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„In der Hauptsache machen wir dann Workshops, sprechen mit den Jugendlichen über Alkoholismus, Rechte und natürlich auch Religion“, sagt Büthe. Erstaunlich, wie viel die beiden Kulturen da voneinander lernen könnten. Der diesjährige Austausch hat ein Motto: „Andere Menschen glücklich machen, selber glücklich sein.“ „Konkret geht es dabei um das Thema Schule. Welche Schulformen gibt es, welche Rechte und Probleme haben Schüler? Was bedeutet Bildung?“, erklärt die Jugendwartin. Drei der mitgereisten deutschen Jugendlichen sind bereits Gruppenleiter und nehmen wiederholt teil. Die sieben anderen Mädchen und Jungs zwischen 16 und 19 Jahren wollen noch Gruppenleiter werden – genau wie ihre afrikanischen Gastgeber. „In verschiedenen

Workshops bereiten sich die Teilnehmer auf die spätere Arbeit mit Jugendlichen vor und haben die Möglichkeit, das Gelernte mit Jugendlichen in der Kalahari gleich zu erproben“, erklärt Büthe die Idee des Austausches. In Rollenspielen, Vorträgen und Spielen lernen sie trotz allem Ernst spielerisch voneinander. Besonders wichtig sei, dass sowohl die südafrikanischen Jugendlichen einen Einblick in die Kultur der Deutschen bekommen als auch umgekehrt.

Im vorletzten Jahr besuchte eine deutsche Gruppe eine Jugendstrafanstalt in Südafrika. Dort sprach sie mit den Jugendlichen über Zukunftsperspektiven. „Gern hätten wir das auch in Tündern gemacht“, sagt Büthe. Die rechtliche Lage ließ es nicht zu. Dafür arbeiteten sie mit Schulverweigerern.

Und noch ein Aspekt motiviert die Gruppe: „Es macht einfach einen Heidenspaß“, weiß Büthe. Langjährige Freundschaften und sogar einigen Ehen seien aus dem Austausch bereits entstanden.



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