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Zweckbündnis fordert Trendwende

Jubel bleibt aus: „Sieger“ ziehen lange Gesichter

Hameln (ni/HW). Dicht gedrängt standen Gegner und Befürworter in der Caféteria des Rathauses gestern Nachmittag zusammen, um die Auszählung der Stimmen zu verfolgen. Die Anspannung löste sich erst um 17 Uhr, als es am Resultat nichts mehr zu deuteln gab. Als das vorläufige amtliche Endergebnis eine Stunde nach Schließung der Wahllokale feststand, gab‘s vor allem aufseiten von Politik und Verwaltung betretene Gesichter.

veröffentlicht am 19.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 02:21 Uhr

Wolfram und Heike Ahlborn, Gudrun Heinrichs und Christa Meier zä
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Zwar hieß es immer wieder, dass es sich bei dem Bürgerentscheid um ein „demokratisches Grundrecht“ handele, doch als in allen 24 Hamelner Wahllokalen die Kritiker mit ihren Ja-Stimmen die Nase vorn hatten, setzte das Kopfschütteln ein. Entsprechend groß war das Aufatmen bei Rat und Verwaltung, als um 17 Uhr das letzte Einzelergebnis aus Klein Berkel ein- und die Wahl gelaufen war.

Lediglich 412 Stimmen fehlten, um die Sanierung der Fußgängerzone zu stoppen. „Ein Wahllokal mehr oder die Bestehenden eine halbe Stunde länger geöffnet – dann hätte es wohl für uns gereicht“, bemerkte ein Kritiker, der die Auszählung in der Cafèteria des Rathauses verfolgte.

„Ich bin froh, dass das so ausgegangen ist. Das sag ich ganz ehrlich. Ich persönlich könnte zwar damit leben, wenn alles so bleibt, aber für die Entwicklung der Stadt Hameln hätte ich einen Stopp der Fußgängerzonen-Sanierung schlimm gefunden. Mir geht es auch darum, dass wir für das Handwerk Aufträge bekommen, um Arbeitsplätze zu erhalten“, erklärte Bürgermeister Herbert Rode (SPD).

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Auch der Erste Stadtrat und Baudezernent Eckhard Koss gab sich am Ende erlöst: „Wir werden nun die vorliegenden Grundlagenpläne zu überarbeiten haben und auf die Bürgerschaft zugehen. Zumindest gehe ich davon aus, dass sich die Politik so entscheiden wird. Uns muss es nun gelingen, eine große Mehrheit für diese Planung, die für die Stadtentwicklung enorm wichtig ist, zu erreichen“.

Ein neuer Start, davon ist zumindest BUND-Vorsitzender Ralf Hermes überzeugt, funktioniere aber nur, wenn die Stadt dazu „mit unbelasteten Leuten“ antrete. In seinen Augen bedeutet das Wahlergebnis einen klaren Auftrag in Richtung Rathaus, „eine Trendwende im Verwaltungshandeln einzuleiten“. Bündniskollege Tobias Matter nahm den Rat ins Visier: „Der Politik rate ich dringend davon ab, so weiterzumachen wie bisher.“

Kontrahenten an der Urne: OB Lippmann und Ralf Hermes.Fotos: aro



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