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Berufsinformationstag im Weserbergland-Zentrum stößt auf große Resonanz / Regionale Firmen stark eingebunden

„Job-Speed-Dating“ feiert beim HIT gelungene Premiere

Hameln (cal). Gerade in diesem Jahr haben es die Absolventen der Fachoberschulen und Gymnasien besonders schwer. Durch den doppelten Abi-Jahrgang und den Wegfall der Wehrpflicht wird prognostiziert, dass sich Studien- und Ausbildungsmarkt stark verdichten. „Heutzutage müssen sich die jungen Leute an vielen Stellen bewerben – bei Unternehmen, Hochschulen und für Freiwilligendienste oder Praktika im In- und Ausland. Sie müssen sich auch rechtzeitig Alternativstrategien überlegen“, weiß Horst-Joachim Schwenke von der Arbeitsagentur. Beim Berufsinformationstag im Weserbergland-Zentrum wurde den Schülern gestern zu diesen Themen eine Menge geboten: Vorstellungstraining, Berufsfindungsworkshops, Bewerbungstraining, Finanzierungs- und Studienberatung.

veröffentlicht am 25.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 06:41 Uhr

Beim„Job-Speed-Dating“ gab es viele kurze, unkomplizierte Gespräche in entspannter Atmosphäre . Fotos: Wal
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Bei so viel Information herrschte ein großer Andrang auf der sogenannten HIT. Bereits im vergangenen Jahr war die Veranstaltung so gut besucht, dass die Agentur für Arbeit beschloss, 2011 zum Weserbergland-Zentrum auch noch auf das Theater zurückzugreifen. Doch den Veranstaltern kommt es nicht nur auf die Quantität, sondern vor allem auf die Qualität des Studien- und Berufstages an. „Für uns ist es vor allem wichtig, dass jeder etwas für sich mitnimmt, betont Christina Rasokat, Pressesprecherin der Arbeitsagentur Hameln. Mittlerweile gehe das Interesse vieler Jugendlicher nicht nur in Richtung Studium, sondern immer mehr zur Ausbildung oder einen Auslandsaufenthalt. Auf diesen Trend sind die Veranstalter in mit zahlreichen Informationen und vielen Vorträgen eingegangen.

Wenn es dann doch ein Studium sein soll, ist für viele Jugendliche die Finanzierung ein wichtiger Punkt. BAföG, Nebenjob, Bildungsdarlehen und der Hauptsponsor Eltern sind die klassischen Säulen. Um zu erfahren, was für jeden Einzelnen die beste Möglichkeit ist, fanden persönliche Gespräche zum Thema BAföG und Stipendien statt. Stipendium – Studieren und dafür materielle und ideelle Unterstützung bekommen. Das ist sicher nicht eine Option für jeden, aber auch nicht unerreichbar.

In diesem Jahr ganz neu beim Berufsinformationstag war das „Job-Speed-Daiting“, denn Bewerben ist für viele Schulabgänger nicht leicht. Mithilfe kurzer, zwangloser Unterhaltungen soll den Jugendlichen die Angst vor Bewerbungsgesprächen genommen werden. Elf verschiedenen Unternehmen aus der Region standen für den lockeren „Jobflirt“ bereit.

Prof. Armin Lohrengel (TU Clausthal) erklärt das Ingenieurwesen.
  • Prof. Armin Lohrengel (TU Clausthal) erklärt das Ingenieurwesen.
Die Schüler warten auf die nächste Vorlesung.
  • Die Schüler warten auf die nächste Vorlesung.

Dabei gab es zusätzlich Bewerbungstipps, Informationen über die Firmen und eine direkte Rückmeldung. Das kam bei den Teilnehmern gut an, und jeder konnte für sich persönlich etwas für die Zukunft aus den Gesprächen mitnehmen. „Der Andrang beim Job-Speed-Dating war groß, wir konnten leider nicht alle Anmeldungen annehmen“, sagte Schwenke. Außerdem wolle die Arbeitsagentur mit dem Job-Dating die regionalen Unternehmen bei den Jugendlichen bekanntermachen und den Schülern zeigen, dass sie auch im Weserbergland eine aussichtsreiche Ausbildung beginnen können. Wenn es für die „Jobflirter“ gut lief, war sogar eine Einladung zu einer Unternehmensbesichtigung oder zu einem Praktikum möglich.

Für alle Schüler, bei denen eine Unsicherheit bei Bewerbungen trotz des Job-Speed-Datings bleibt, gab es einen Workshop zum Thema Vorstellungstraining. Hier vermittelte Theaterpädagoge Mark Kewitsch den Jugendlichen, wie sie sich auf ein Vorstellungsgespräch in Firmen oder an der Hochschule vorbereiten können und was es sonst noch zu beachten gibt. Mit einfachen und spielerischen Mitteln übte Kewitsch mit den Teilnehmern, den eigenen Werdegang positiv darzustellen, auf kritische Fragen die richtige Antwort zu geben und mit eigenen Fragen zu punkten.

„Bei dem Vorstellungstraining sollen die Schüler vor allem lernen, wie sie mit ihrer Angst und Nervosität am besten umgehen können“, erklärte Schwenke.

Auch die Mappenberatung war in diesem Jahr etwas Neues bei der HIT. Dabei konnten alle, die sich an Universitäten oder Fachhochschulen für einen Designstudiengang bewerben wollen, ihre Mappe zur Beurteilung zeigen. Professor Gunnar Spellmeyer von der Fachhochschule Hannover freute sich über viele Besucher: „Bei meinem Vortrag über das Designstudium waren 50 bis 60 Schüler anwesend, von denen auch viele ihre Mappe dabei hatten.“ Die Arbeiten seien alle im guten Mittelfeld gewesen, aber natürlich noch ausbaufähig. „Besonders Zeichnungen müssen bei den Mappen im Vordergrund stehen und die Begeisterung der Bewerber darf nie fehlen“, sagt Spellmeyer.

Auch die Hamelnerin Carina Bode (20) war mutig genug, ihre Mappe der Kritik des Professors aus Hannover auszusetzen: „Die Mappenberatung hat wirklich viel gebracht. Jetzt weiß ich, woran ich arbeiten muss und was ich noch verbessern kann.“



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