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Jobs halten - ein Ziel der Wirtschaftsförderung

veröffentlicht am 10.01.2010 um 20:05 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (wul). Sein Ziel ist die Bestandspflege der Unternehmen in Hameln: Dietmar Wittkop. Er ist bei der Stadt zuständig für die Wirtschaftsförderung und nimmt im Interview mit Dewezet-Redakteur Hans-Joachim Weiß Stellung zu vermeintlich liegengelassenen Förderanträgen, der Herausforderung einer Stadt, nicht an eine Autobahn angeschlossen zu sein und dazu, was Wirtschaftsförderung in Zeiten der Krise überhaupt noch tun und lassen kann.


Herr Wittkop, Sie zeichnen bei der Stadt Hameln für die Wirtschaftsförderung verantwortlich. Die wird angesichts der Krise immer schwieriger. Wo muss in den kommenden Jahren der Hebel angesetzt werden, um die heimische Wirtschaft effektiv zu fördern und Arbeitsplätze zu sichern?
Wir müssen zunächst unterscheiden, was kommunal machbar ist und was bundes- oder landespolitisch gewollt ist. Vor Ort muss ich mich letztendlich um jeden Betrieb jeglicher Couleur kümmern. Mit dem Ziel, dass Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden.

 

Wie kann die Kommune angesichts leerer Kassen heute noch effektiv fördern?
Dazu gehört beispielsweise das Vorhalten von Gewerbegrundstücken. Grundsätzlich darf eine Kommune gar keine direkte Wirtschaftsförderung wahrnehmen. Wir können nicht in Bankverhandlungen eingreifen, dürfen keine Kredite oder Darlehen geben. Die Fördergelder liegen in Hannover. Das sind EU-, Bundes- und Landesmittel, die von der NBank als zentrale Förderinstitution verwaltet und vergeben werden.

 

Diese Mittel fließen ja nun in den letzten Tagen eher stockend. Nicht zuletzt, weil in Hameln durch Ihre Krankheit zu langsam agiert worden sein soll. Ist da was dran?
Diese Vorwürfe muss ich zurückweisen. Durch meine Krankheit hat es nicht die geringsten Probleme gegeben. Es ist im Endeffekt so, dass die Firmen bei einem Investitionsvorhaben, das in der Regel drei Jahre läuft, entsprechend Mittel beantragen. Diese Anträge sind form- und fristgerecht eingegangen. Da hat es keine Defizite gegeben. Die Firma selbst entscheidet, wann der Antrag komplettiert werden kann – dann, wenn die Kosten und die erforderlichen Eckdaten vorliegen.

 

Die Nichtberücksichtigung des Förderantrags der Electronic Wood Systems durch die NBank lässt den Generalbevollmächtigten des Unternehmens nun überlegen, ein von der Stadt gekauftes Grundstück wieder zurückzugeben. Ist das nach Vertragsabschluss überhaupt möglich?
Es ist generell so, dass wir Gewerbe- und Industrieflächen mit dem Ziel erschließen, dass sich dort Firmen neu gründen oder erweitern können, um ihren Standort in Hameln zu nehmen. Deshalb werden diese Grundstücke teilweise von uns zu günstigen Konditionen verkauft – je nach Investment und Schaffung der Arbeitsplätze. Wenn nun ein Unternehmen signalisiert, dass es aus finanziellen Gründen tatsächlich nicht in der Lage ist, diese Investition umzusetzen, dann können wir dieses Grundstück nicht brachliegen lassen, sondern würden eine Rückabwicklung des Kaufvertrages in Erwägung ziehen.

 

Das gesamte Interview lesen Sie in der Montagsausgabe der Dewezet vom 11. Januar 2010.



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