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Jobcenter verhängt fast 1200 Sanktionen

veröffentlicht am 16.04.2012 um 12:52 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (fh). 1179 Mal hat das Jobcenter im vergangenen Jahr Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger im Landkreis verhängt – soll heißen: Leistungen gekürzt. Lediglich 19 Prozent davon seien allerdings Weigerungen vorausgegangen, eine Arbeit, Ausbildung oder Maßnahme aufzunehmen oder fortzuführen.

Der Bundestrend macht also auch vor dem Landkreis nicht Halt. Gerhard Durchstecher, Geschäftsführer des Jobcenters Hameln-Pyrmont, bricht eine Lanze für die Leistungsempfänger: Mehr als 95 Prozent von ihnen hätten keinen Grund für eine Leistungskürzung gegeben. Sie seien „ehrliche, fleißige und rechtschaffene Mitbürger“, die sich an die Regeln halten. „Sie erscheinen zu Terminen und sie sind froh, wenn ihnen eine Beschäftigung angeboten werden kann.“ Im vergangenen Jahr hätten rund 2900 Hartz-IV-Empfänger eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Soviel wie noch nie. Nun sei zwar auch in Hameln-Pyrmont die prozentuale Sanktionsquote im vergangenen „leicht gestiegen“. Ein wesentlicher Grund dafür ist jedoch nach Ansicht des Jobcenters „ein rechnerischer“: Die Anzahl der Hartz-IV-Bezieher sank von über 11 000 im Jahr 2010 auf etwas über 9000 im vergangenen Jahr. So steigt die Quote auch dann, wenn sich die Zahl der Sanktionen nicht erhöht.



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