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Schlüssel für stabile Integration

Jobcenter und Jugendanstalt kooperieren

HAMELN. Das Jobcenter Hameln-Pyrmont und Jugendanstalt wollen in Zukunft miteinander kooperieren. Nutznießer sind Gefangene, die nach ihrer Entlassung nicht direkt eine Arbeit aufnehmen können und auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.

veröffentlicht am 16.11.2017 um 16:20 Uhr

Den Termin zur Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung von Jobcenter und Jugendanstalt nutzten Thomas Wiese, seit Oktober Geschäftsführer des Jobcenters Hameln-Pyrmont, und Wolfgang Kuhlmann, Leiter der Jugendanstalt Hameln, zum persönlichen Kennenlernen. In der unterzeichneten Vereinbarung ist festgelegt, wie das gemeinsame Ziel der zeitnahen Beratung der Gefangenen vor der Entlassung konkret umgesetzt wird.

„In der Praxis wird mit dieser Vereinbarung allerdings kein neuer Weg beschritten, vielmehr bekommt jetzt die seit Jahren geübte gute Zusammenarbeit unserer Behörden ihre formale Grundlage“, sagt Wolfgang Kuhlmann und ergänzt: „Wichtig ist uns, einen Rahmen für die Überleitung aus dem Vollzug heraus zu haben. Für die Mitarbeiter beider Behörden werden die Verfahren dadurch transparenter“

Nutznießer sind Gefangene, die nach ihrer Entlassung nicht direkt eine Arbeit aufnehmen können und auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Hier ist ein Leistungsanspruch nach dem SGB II, also auf Arbeitslosengeld II, zu erwarten. „Damit wechselt die Zuständigkeit, wir als Jobcenter sind gefordert“, erläutert Wiese. „Hat der Gefangene eine Adresse für seine Entlassung in unserem örtlichen Zuständigkeitsbereich, sind wir vollumfänglich gefordert. Wenn nicht, unterstützen wir ihn bei der Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Jobcenter, sind da Mittler.“

Das Jobcenter Hameln-Pyrmont berät die betreffenden Gefangenen umfassend vor ihrer Entlassung. Dazu zählen nicht nur die Hilfen zum Lebensunterhalt und die Antragstellungen. Beraten wird individuell zur Beschäftigungssituation sowie den arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten. Wenn erforderlich, können Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung geplant und ohne zeitliche Verzögerungen direkt nach der Entlassung realisiert werden.

Beide Geschäftsführer sind sich einig: Eine schnelle Überleitung in eine Beschäftigung ist der Schlüssel für eine stabile Integration. Dies bezieht sich zum einen auf den Arbeitsmarkt, zum anderen auf die soziale Eingliederung. „Für mich ist es ein schönes Gefühl, bei unserem ersten Treffen diese Vereinbarung mit der Jugendanstalt abzuschließen“, freut sich Wiese, „die Kooperation wird unsere konstruktive Zusammenarbeit weiter verstärken.“red



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