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Verkehrsbehinderungen durch Straßenbau werden in diesem Jahr ein ständiger Begleiter sein

Jetzt wird wieder gebuddelt

Hameln. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt – so zumindest hoffen es die von Fahrbahnsperrungen und Schlaglöchern genervten Autofahrer in Hameln. An vielen Stellen sehen sie seit Monaten rot-weiß. Die Warnbaken müssten doch bald Vergangenheit sein, glauben die Stauclub-Mitglieder, nachdem sich die Temperaturen endlich aus dem Eiskeller herausbewegen. Wird es in den Baugruben nun nicht umso zügiger vorangehen? Radio Eriwan würde antworten: Im Prinzip ja, aber …

veröffentlicht am 08.04.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 07:21 Uhr

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Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Ja, die Straßenbauunternehmer wollen jetzt schnell loslegen, um die verlorene Zeit gutzumachen“, bestätigt Markus Brockmann vom Hamelner Geschäftsbereich der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Allerdings: Es gibt auf Hamelns Pisten so viel zu tun, dass Verkehrsbehinderungen auch in diesem Jahr ein ständiger Begleiter sein werden.

Zunächst einmal gilt es, die Frostschäden abzuarbeiten – und zwar nicht nur die vielen neuen, sondern auch die aus dem Vorjahr. Denn der von der Stadtverwaltung beauftragte Generalunternehmer hatte es vor Einbruch des Winters nicht geschafft, alle Schlaglöcher, Absackungen und Fahrbahnrisse aus der Saison 2011/12 zu stopfen. So gebe es nun eine lange Liste mit punktuellen Schäden, heißt es im Rathaus. Und es seien noch gar nicht alle Mängel erfasst. 250 000 Euro stehen für die Reparaturen bereit.

In einigen Straßen ist es mit Ausbesserungen nicht mehr getan. Dort muss auch infolge von Verschleiß großflächig gefräst und asphaltiert werden, teilweise ist zudem der Unterbau zu erneuern. Bis zu den Sommerferien, die Ende Juni beginnen, sollen folgende Straßen aufpoliert werden:

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  • Erst die Gosse, dann die Verkehrsinseln: Bauarbeiten am Ostertorwall.

164er Ring,

Sedanstraße zwischen Kastanienwall und Gröninger Straße,

Gröninger Straße,

Wettorstraße, Reginastraße,

Lohstraße,

Guter Ort (Teilbereich).

Und dann sind da die Großprojekte. Natürlich die Münsterbrücke, die ursprünglich im vorigen Jahr fertig sein sollte, die aber noch immer nur zwei- statt vierspurig befahren wird. Die Landesbehörde stellt einen Eröffnungstermin „im Sommer 2013“ in Aussicht. Für heute ist eine große Baubesprechung angesetzt, aus der sich der weitere Zeitplan ergeben soll. Derzeit laufen die Arbeiten für die nordwestliche Brückenrampe, Stützwand und Treppe. In der zweiten Aprilhälfte sollen in der Weser die Fundamente der Behelfsbrücke beseitigt werden. „Wir streben an, in ein bis zwei Wochen die dritte Fahrspur aufzumachen“, macht Behördenvertreterin Uta Weiner-Kohl den Autofahrern Hoffnung auf eine zumindest teilweise Entspannung an diesem Dauerbrennpunkt.

Behinderungen wird es auch weiterhin an der Kreuzung Ostertorwall/Mühlenstraße geben, die zurzeit für Radfahrer optimiert wird und wegen des Winterwetters hinter der Planung zurückliegt. In den Sommerferien ist die Pyrmonter Straße zwischen Hochstraße und alter Eisenbahnüberführung dran. Im Zuge der Sanierung soll die Verkehrsführung dauerhaft verändert werden: Die Abfahrt von der Hochstraße wird auf eine Spur verengt, sodass die Einfädelung aus Richtung Brückenkopf fortan ohne Stopp und Auffahrunfälle möglich sein wird – eine Verbesserung, auf die viele Autofahrer seit Jahren warten. Sicherer soll die „Pyrmonter“ auch dadurch werden, dass der Mittelstreifen nicht mehr überquert werden darf. Für alle, die links abbiegen möchten, wird am Fort Luise eine Wendespur eingerichtet.

„In den nächsten Wochen“ wird die Kuhlmannstraße auf Vordermann gebracht – „eine der schlechtesten Straßen Hamelns“, wie Rathaussprecher Thomas Wahmes sagt. In einem zweiten Schritt wird dort die Fluthamelbrücke renoviert und der marode benachbarte Fußgängersteg demontiert; Passanten und Radler werden in Zukunft auf der Straßenbrücke untergebracht.

Eine neue Fluthamelbrücke erhält die Ohsener Straße. Der uralte Engpass von sechs Metern Breite verschwindet; künftig wird diese Quere 14,20 Meter breit sein und damit genügend Platz auch für Radwege bieten. Inklusive der Fahrbahnerneuerung auf der Ohsener Straße sind 2,7 Millionen Euro verplant. Die Stadt erwartet, dass das Land 60 Prozent der Kosten übernimmt. Im Juni soll es losgehen. Und parallel dazu sicherlich das Stöhnen von Autofahrern oder Anliegern.



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