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Jetzt greift Hollywood nach Hamelns Rattenfänger

veröffentlicht am 16.05.2011 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (kar). Der Rattenfänger. Eine unendliche Geschichte. Und das nicht erst, seit sich auch Michael Ende dieses Dauerbrenners annahm. Mit seinem Hamelner Totentanz entwickelte er aus dem Stoff das Libretto zu der Oper von Wilfried Hiller, die 1993 uraufgeführt wurde. Die Sage ist wie gemacht für Emotionen: Nicht nur deutsche Film- und Fernsehproduzenten hat sie angeregt. Jetzt greift auch Hollywood nach Hamelns Rattenfänger.

Schon einmal hatte der Pfeifer seinen großen Auftritt auf der Kinoleinwand: Unvergessen, der britische Film von 1972 mit dem schottischen Sänger, Gitarristen und Komponisten Donovan in der Titelrolle: „The Pied Piper“ von Jacques Demy, ein dunkles, beklemmendes Drama über religiöse Engstirnigkeit, Rassismus und Intoleranz, das zum Kummer der Hamelner leider nicht in der Rattenfängerstadt, sondern in Rothenburg ob der Tauber gedreht wurde.

Jetzt signalisiert der amerikanische Kino-Gigant 20th Century Fox Interesse an dem Stoff. Er möchte die deutsche Sage um den Rattenfänger von Hameln verfilmen, meldet Cinefacts, das Infoportal rund um den Film, in seinen Kino-News. Als Vorlage soll die Geschichte der Brüder Grimm dienen. „Für das Drehbuch ist bereits Max Landis an Bord“, so Cinefacts. Ein Produktionsstart ist zwar noch nicht bekannt. Und auch die Darsteller stehen noch nicht fest – bei Autor Max Landis aber kann man sich darauf verlassen, das etwas Ungewöhnliches herauskommen wird. „Noch ist alles in der Planungsphase und völlig offen“, sind sich Harald Wanger, Chef der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT), und Rattenfänger Michael Boyer einig. Der gebürtige Amerikaner, der seit Jahren Hamelns Werbe-Ikone auf internationalem Tourismus-Parkett ist, hat Max Landis auf facebook gestern die Freundschaft angedient – als Rattenfänger, versteht sich. „Der wird Augen machen, wenn er aufsteht und meine Nachricht bekommt“, freut sich Boyer und hofft, dass er den Drehbuchautor mit vielen Fakten und Forschungsergebnissen zur Sage und zur geheimnisvollen Seite des Rattenfängers „füttern“ darf.

Harald Wanger sieht das Interesse am Rattenfänger im Zusammenhang mit den anderen Märchenverfilmungen aus Hollywood – „Red Riding Hood“ (Rotkäppchen) und „Snow White and the Huntsman“ (Schneewittchen und der Jäger): „Es deutet alles daraufhin, dass man in Hollywood zwar die Brüder Grimm zur Grundlage nimmt, mit dem Stoff dann aber sehr frei umgeht.“ „Wenn Max Landis erfolgreich ist, ist das auch erfolgreich für Hameln“, sind sich Wanger und Boyer einig.

Und wir sind natürlich schon gespannt darauf, was Hollywood aus unserem Rattenfänger macht…



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