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Gleich mehrere Autofahrer aus dem Verkehr gezogen

Jetzt greift die Polizei gegen Raser durch

Hameln (fh). Alles andere als „minimal“ war das Tempo, mit dem am Samstagabend ein Mini-Fahrer über den Kastanienwall „gebrettert“ ist. Satte 100 Stundenkilometer zeigte der Tacho eines Zivilfahrzeuges an, das den Kleinwagen verfolgte. Auf dem Streckenabschnitt gilt maximal Tempo 50. Das hat die Polizei auf Anfrage der Dewezet mitgeteilt.

veröffentlicht am 10.08.2015 um 15:22 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:41 Uhr

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Hameln (fh). Alles andere als „minimal“ war das Tempo, mit dem am Samstagabend ein Mini-Fahrer über den Kastanienwall „gebrettert“ ist. Satte 100 Stundenkilometer zeigte der Tacho eines Zivilfahrzeuges an, das den Kleinwagen verfolgte. Auf dem Streckenabschnitt gilt maximal Tempo 50. Das hat die Polizei auf Anfrage der Dewezet mitgeteilt.
Den jungen Autofahrer erwartet nun neben einer nicht unerheblichen Bußgeldzahlung ein Punkteeintrag im Flensburger Fahreignungsregister. Seinen Führerschein darf der Mann offensichtlich nur behalten, weil bei der angewandten „Messmethode durch Hinterherfahren“ ein Toleranzwert von rund 20 Prozent in Abzug zu bringen ist.
Damit nicht genug. Polizeibeamte händigten dem 21-Jährigen noch eine Mängelmeldung aus. Eine Veränderung am Fahrwerks seines Wagen soll nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen gewesen sein, heißt es aus der Wache an der Lohstraße.
 Auch auf der Wangelister Straße stellten Verkehrspolizisten mehrere Geschwindigkeitsübertretungen fest. Unrühmlicher Spitzenreiter hier: Ein 26-jähriger Autofahrer aus Bad Pyrmont. Der BMW-Fahrer soll innerorts mit gemessenen 90 Stundenkilometern an der Kontrollstelle vorbeigerast sein. Auch der Bad Pyrmonter darf nun mit der Zahlung eines Bußgelds, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.
Insgesamt hat die Polizei gleich sieben Geschwindigkeitsüberschreitungen im Bereich von 71 bis 90 Stundenkilometer auf der Wangelister Straße feststellen können. Offen ist, ob es sich bei den durchgeführten Messungen schon um die Realisierung eines angekündigten Konzepts gegen Raser handelt. Polizei, Landkreis und Stadt Hameln erarbeiten zurzeit gemeinsam einen Plan, um gegen vor allem nachts und in den Abendstunden verübte Geschwindigkeitsüberschreitungen vorzugehen.
„Mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen wird zeitnah begonnen“, hieß es noch am Samstag. Und die sollten sich nicht nur auf die Deisterstraße sondern auch auf andere Ausfallstraßen im Stadtgebiet beziehen. Ein Grund für die verstärkten Kontrollen ist ein Verkehrsunfall auf der Deisterallee, bei dem ein Sportwagen an zwei Alleebäumen zerschellte.



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