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Ein Wunschkind

Jessica Raudzis gibt Einblicke in die Monate vor der Geburt

Schwangerschaft ist eine prägende Zeit im Leben eines Paares, ganz besonders aber im Leben einer Frau. In loser Folge wollen wir zwei Frauen auf dem Weg zur Geburt ihrer Kinder begleiten. Wollen wissen, wie es ihnen geht, was sie fühlen, was sie erwarten. Jessica Raudzis bekommt ihr erstes Kind im Mai.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 20:42 Uhr
aktualisiert am 14.03.2018 um 21:19 Uhr

Gelassen: Jessica Raudzis ist in der 33. Woche schwanger. Foto: fn
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Jessica Raudzis ist entspannt. Im Großen und Ganzen jedenfalls. Die 33-jährige Hamelnerin erwartet ihr erstes Kind, sie ist in der 33. Woche schwanger. Inzwischen trägt sie eine hübsche Kugel vor sich her. Am 6. Mai ist der Geburtstermin. Es ist ein Wunschkind und wenn man den Ultraschallbildern glaubt, wird es ein Junge. „Wir dachten, es wird ein Mädchen“, sagt sie. Ein 3-D-Foto haben Jessica und ihr Freund Marco auch schon von dem kleinen Wesen. „Das war ein Highlight“ sagt Jessica.

Als sie Anfang September den Schwangerschaftstest gemacht hat, habe es schon gekribbelt, erzählt Jessica. Nach dem positiven Ergebnis habe sie ihn zur Sicherheit gleich noch mal gemacht und ist dann zur offiziellen Bestätigung zur Frauenärztin gegangen. Seitdem bereitet sich das Paar auf das Kind vor.

Die Arbeit als Integrationshelferin an der Heinrich-Kielhorn-Schule musste Jessica bereits ab Mitte Oktober ruhen lassen, weil eine wichtige Impfung fehlte. „Da musste ich schon eine Träne verdrücken“, gesteht Jessica. Sie habe immer viel gearbeitet und plötzlich sei dieser Alltag nicht mehr da gewesen. „Aber ich habe es mir schlimmer vorgestellt, die Zeit totzuschlagen.“

Das Hebammen Mangelware sind, war mir nicht bewusst.

Jessica Raudzis, werdende Mutter, Hameln

Unter anderem hat der Nestbautrieb eingesetzt: Babysachen, der Kinderwagen und das Bettchen sind bereits gekauft. Jessica liebt es, ihr Heim zu gestalten, hat sogar schon mal einen Preis dafür gewonnen. Ab und zu liest sie im „Mamabuch“ von Katja Kessler, ganz regelmäßig geht sie zum Geburtsvorbereitungskurs und zum „Mama-Workout“, bei Katrin Nolte in Hessisch Oldendorf, dort wird die Gymnastik auf Schwangere abgestimmt. Der Rücken ist dabei ein Schwerpunkt. Ein bisschen habe es schon einmal im Lendenwirbelbereich gezwickt, erzählt Jessica. Tipps bekommt sie außerdem von einer Freundin, die bereits drei Kinder hat. „Da bekommt man einiges mit.“

Alle zwei Wochen geht sie zu ihrer Frauenärztin zur Vorsorgeuntersuchung, lässt sich unter anderem wiegen. 17 Kilo hat sie bis jetzt zugenommen. „Ich könnte jeden zweiten Tag Pommes essen“, sagt sie und auch die Cornflakesserie habe sie durch. Auch Schokolade, die sie vorher überhaupt nicht interessiert habe, sei plötzlich ein Thema. Was sie dagegen gar nicht mehr sehen kann: Kaffee. Stattdessen ist jetzt Schwangerschaftstee angesagt, der beruhigt und entwässert.

Auch eine Hebamme hat Jessica seit geraumer Zeit. „Da hatte ich richtig Glück“, sagt sie im Nachhinein. Ihre Betriebsärztin habe ihr als erstes die Aufgabe mitgegeben, sich nach einer Hebamme umzuschauen. „Dass sie Mangelware sind, war mir nicht bewusst.“ Mit der Hebamme bespricht sie viele Sachen, zum Beispiel auch, welche Anträge wo gestellt werden müssen.

Jessica ist eine gelassene Schwangere. „Ich mache mir keine großen Gedanken“, sagt sie. Der unruhigste Moment war wahrscheinlich der, als das Kind sich mal ein paar Stunden im Bauch nicht gemeldet hat. Der Aufgeregtere von beiden war aber der werdende Vater. Er wollte genau wissen, wie lange sich das Kind schon nicht mehr gerührt habe. „Abends war dann wieder Randale im Bauch“, erzählt Jessica. So ist es meistens: Wenn die Mutter zur Ruhe kommt, wird das Kind im Bauch wach.

Marco hat seine eigenen Vorbereitungen getroffen. Der KFZ-Meister, der sich bei der Bundeswehr verpflichtet hat und jeden Tag gemeinsam mit Jessica um 5.20 Uhr aufsteht und nach Höxter fährt, hat bereits vor einiger Zeit einen Skoda Octavia Kombi gekauft, „zur Sicherheit“, sagt er. Und noch etwas hat der 32-Jährige gebürtige Dortmunder für die fußballerische Prägung im Wiegenalter besorgt: Einen Strampler in Borussia-Dortmund-Farben, außerdem Fläschchen Schnuller, Greifer und Lätzchen mit BVB-Logo.



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