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Überdurchschnittlich viele Beanstandungen beim TÜV in Hameln

Jedes dritte Auto hat große Mängel

Hameln. Wenn den Hamelnern ein Licht aufginge, hätten sie deutlich weniger Ärger mit dem TÜV: Fast jedes dritte an der Station in Klein Berkel geprüfte Auto weist einen Mangel im Bereich „Licht, Elektrik“ auf, bei vielen davon sind es sogar mehrere Störungen in diesem Bereich. Das geht aus der jüngsten Statistik des Technischen Überwachungsvereins hervor. Dabei sei die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur doch in der Regel recht einfach zu bewerkstelligen, meint Stationsleiter Thomas Kuhlmann. „Der kurze Check zum Beispiel der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt sollte zur Regel werden“, empfiehlt er. Wenn sich die Autofahrer ein wenig mehr um die Wartung und Pflege des Fahrzeugs kümmerten und Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnähmen, wirke sich das positiv auf die Sicherheit aus. „Die Hersteller bauen eigentlich gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch gänzlich ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können“, betont der Fachmann.

veröffentlicht am 11.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:21 Uhr

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Im Bereich des TÜV Nord ist die Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln erstmals zurückgegangen und die der ohne Mängel weiter gestiegen. In der Rangliste der Beanstandungen folgen hinter der Mängelgruppe „Licht, Elektrik“ die „Bremsen“, die „Umweltbelastung“ und die „Achsen, Räder, Reifen“. Immerhin: Jedes zweite Auto, das im vorigen Jahr an der Hamelner TÜV-Station gecheckt wurde, kam ohne Beanstandung wieder heraus. Auf Ebene des TÜV Nord schnitten jedoch 63 Prozent der Autos so gut ab. Bei 36,4 Prozent der Fahrzeuge wurden in Hameln erhebliche Mängel festgestellt, die umgehend repariert werden mussten – im gesamten Gebiet des TÜV Nord waren es „nur“ 25,8 Prozent. Als völlig verkehrsunsicher wurden in Hameln 0,12 Prozent der Autos eingestuft, allgemein waren es 0,06 Prozent. Die vom TÜV in der Rattenfängerstadt überprüften Pkw waren im Durchschnitt 9,3 Jahre alt und gut 106 000 Kilometer gefahren. Laut Statistik haben drei Jahre alte Autos durchschnittlich 50 749 Kilometer auf dem Tacho, Elfjährige 133 255 Kilometer. Der TÜV Nord hat drei Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet, die an mehr als 200 seiner Stationen und in mehr als 10 000 Partnerwerkstätten zwischen Mitte 2013 und Mitte 2014 durchgeführt wurden.

TÜV-Prüfer Kuhlmann meint: „Wer sich ein wenig um sein Auto kümmert und es in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der Hauptuntersuchung gelassen entgegensehen.“ Wer jetzt noch mit einer blauen TÜV-Plakette unterwegs ist, sollte sich bald einen Prüftermin holen. Denn mit dem Jahreswechsel ändert sich die Farbe der „fälligen“ Plaketten auf Gelb – und dann ist schon farblich schnell erkennbar, dass die Hauptuntersuchung noch nicht vorgenommen wurde. Dem säumigen Autobesitzer droht dann nach spätestens zwei Monaten ein Bußgeld, später käme dann auch noch ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei hinzu.

Als Auto mit den geringsten Mängeln wird im bundesweiten TÜV-Report 2015 der Mercedes SLK gelistet. Kleinwagen mit den wenigsten Beanstandungen sei der Mazda 2, bei den Kompakten der Audi A3, bei den Vans der Opel Meriva. Mercedes sicherte sich bei den Mittelklassemodellen mit der C-Klasse Platz eins und bei den Geländewagen mit dem GLK.

mafi/red

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