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Inklusionsprojekt bringt Kinderstück auf die Theaterbühne

„Jeder Mensch ist doch anders“

Hameln. Irgendwie war es anders im Theater auf der Bühne (TAB). Dort, wo sonst erfahrene Darsteller ihr Können zum Besten geben, waren Neueinsteiger am Werk. Verkleidet als Bären, Mäuse, Vögel und irgendwie anders aussehende seltsame Wesen, spielten sich 16 Kinder und Jugendliche in die Herzen der Zuschauer. Die Freude über ihre gelungene Theaterpremiere stand ihnen am Ende ins Gesicht geschrieben.

veröffentlicht am 04.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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„Das hat ganz viel Spaß gemacht“, schwärmte Emma. Die Sechsjährige war die Hauptdarstellerin in der Inszenierung des Kinderbuches „Irgendwie Anders“. Die Rolle hatte sie sich selbst ausgesucht, weil ihr das kleine Wesen „Irgendwie Anders“ so gut gefällt „Es ist so lieb“, sagte Emma. Dass sie für ihre Rolle viel auswendig lernen musste, fand sie nicht schlimm. Sie habe den Text immer wieder gelesen und sei ihn mit ihrer Mama mehrmals durchgegangen. Der Aufführung sah sie deshalb gelassen entgegen. Auch Samir war als Maus die Ruhe in Person. Wirklich? „Na ja – etwas aufgeregt bin ich schon“, gab der Achtjährige vor der Aufführung zu. Mutig war er dann aber trotzdem – genau wie Irgendwie Anders in der Geschichte.

Irgendwie Anders, das kleine Wesen mit dem blauen Band auf dem Kopf, ist traurig. Trotz aller Bemühungen gelingt es ihm nicht, so zu sein wie die anderen. Niemand will mit ihm etwas zu tun haben. Eines Tages klopft ein kleines rotes Etwas an seine Tür, das behauptet, auch „irgendwie anders“ zu sein. Dem kann Irgendwie Anderes überhaupt nicht zustimmen und verjagt den Besucher. Bald aber merkt Irgendwie Anders, dass er sich dem roten Etwas gegenüber genauso verhalten hat wie die Tiere ihm gegenüber. „Du bist nicht wie ich, aber trotzdem können wir Freunde sein“, versöhnt er sich mit dem roten Etwas. Emma, die Darstellerin des Irgendwie Anders, freute sich über das Happyend. „Jeder Mensch ist doch anders“, findet sie.

Die Inszenierung der Geschichte von Kathryn Cave war ein Inklusionsprojekt im Rahmen des Osterferienpasses der Stadt Hameln. Beteiligt waren die Lebenshilfe, das Kinderspielhaus, das Theater und das FiZ. Mitgewirkt haben Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen.

Ein Inklusionsprojekt gibt es in jedem Jahr. Dass die Aufführung im Theater stattfindet, war allerdings eine Premiere. „In einem richtigen Theater spielen zu dürfen, war für die Kinder ein besonderes Erlebnis“, betonte Alena Nötzel. Gemeinsam mit Babsi Krüger und Marlis Rißmann oblag der Theaterpädagogin die Spielleitung.

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