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Ja zum Naturschutz - aber ohne Kormorane?

veröffentlicht am 02.11.2009 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Kormorane

Hameln (kar). Die Pächter des Blauen Sees, der zum Naturschutzgebiet Töneböns Teiche gehört, sind sauer: Weil eine dort überwinternde Kolonie von bis zu 300 Kormoranen den See leergefischt und die Natur geschädigt hat, hatten sie schon vor drei Jahren einen Antrag auf "Vergrämungsabschuss" der Kormorane bei der Stadt Hameln gestellt. "Er wurde abgelehnt", sagt Dr. Axel Jaenicke, einer der Hauptpächter der elfköpfigen Pachtgemeinschaft, die sich bei der Pflege des Biotops vor allem auch als Naturschützer verstehen. Stattdessen sei von der Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, das jetzt vorliegt.   

In diesem Gutachten ist zwar  ein umfangreicher Katalog von Maßnahmen zur Verbesserung des Naturschutzes aufgelistet, doch die seien "reine Utopie", sagt Jaenicke, da sie finanziell nicht umsetzbar seien: "Diese Maßnahmen würden Hunderttausende Euros kosten". Geld, das nicht vorhanden ist, auch wenn die Stadt versuche „Gelder für Strukturverbesserungen lockerzumachen“, wie Stadtsprecher Thomas Wahmes sagt. Die Pachtgemeinschaft fühlt sich von der Verwaltung verschaukelt und fordert: "Wenn die Maßnahmen nicht umsetzbar sind, muss noch einmal über das Kormoranproblem nachgedacht werden."



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