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Nach dem Erfolg vom Wochenende wird über eine Wiederholung nachgedacht

Ist nach dem Fest vor dem Fest?

Hameln. Kleine Kinder würden es so formulieren: „Nochmaaaaal!“ Die Wortwahl der Älteren ist eine andere, aber der Wunsch doch bei vielen der gleiche: So ein Fest, wie Hameln es am Wochenende erlebt hat, darf gerne wieder stattfinden, und zwar auch gerne nicht erst wieder in neun Jahren. Laut Stadtmanager Dennis Andres stehen die Chancen dafür gut.

veröffentlicht am 26.08.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 07:21 Uhr

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Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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„Es kam sehr gut an“, resümiert Andres am Tag danach, was Tausende, dicht an dicht, persönlich beim Pflasterfest erlebt haben. Negatives sei ihm nicht zu Ohren gekommen. Ob es eine Wiederholung gibt, „liegt an der Finanzierung“. Dafür müssten wieder Sponsoren gewonnen werden, von denen zumindest einer schon die Zusage erteilt hat: „Lockruf wäre sofort wieder dabei“, sagt Andres über das spontane „Go!“, das von der omnipräsenten Brauerei gekommen sei.

Ein dicker finanzieller Brocken fiel für die Hameln Marketing und Tourismus GmbH in diesem Jahr weg: die sonst fälligen Sondernutzungsgebühren, die von der Stadt Hameln erhoben werden. Weil die aber als Veranstalter aufgetreten ist, wurde die Gebühr erlassen. Man spreche dabei über eine Größenordnung von 15 000 Euro, sagt Andres. Ob die Stadt erneut bereit wäre, auf diese Einnahme zu verzichten? Aus dem Rathaus war gestern dazu noch keine Auskunft zu erhalten.

Die Dewezet hat indes schon Bereitschaft signalisiert, erneut als Sponsor im Boot zu sein. „Grundsätzlich ja“, sagt Geschäftsführerin Julia Niemeyer über die mögliche Unterstützung eines Altstadtfestes. Die Volksbank Hameln-Stadthagen will erst einmal anstehende Gespräche mit dem Stadtmanager abwarten, bevor sie sich zu konkretem weiteren Engagement äußert. Aber grundsätzlich besteht auch auf ihrer Seite Interesse daran – „war ja eine positive Sache“, sagt Pressesprecher Helmut Kiesewalter. „Grundsätzlich sind wir sehr gerne wieder dabei“, meldet auch der Sponsor Stadtsparkasse Hameln. Pressesprecher Stephan Rohmann wertet die Drei-Tage-Party in der Hamelner Altstadt als „durchweg gelungen“.

Ob eine Neuauflage des Festes bereits in einem Jahr oder erst nach zwei Jahren sinnvoll wäre, ist für Andres bereits klar: „Das Fest stand uns so gut zu Gesicht, dass wir’s jedes Jahr vertragen können.“ Noch deutlicher ausgedrückt: Er habe den Eindruck gehabt, die Hamelner seien „unterfeiert“. Euphorisiert und voll des Lobes ist er für sich und das eigene Team: „Wir haben alles richtig gemacht.“ Vor allem in puncto Technik und Ton habe alles reibungslos funktioniert.

Trotzdem gibt es in seinen Augen Verbesserungspotenzial, mindestens aber Veränderungspotenzial. Ärgerlich war zum Beispiel, dass die Toiletten am Hochzeitshaus zu früh dichtgemacht wurden. Erst nach Gesprächen seien sie dann doch wieder geöffnet worden und blieben es, wie geplant, dann auch bis 2 Uhr.

Außerdem würde Andres für ein nächstes Mal am Bühnenprogramm feilen und der Reihenfolge der Bands mehr Beachtung schenken wollen. So habe es beispielsweise „Hogan“, die extra aus Irland da waren, am Samstagabend schwer gehabt, weil sie nach den Stimmungskanonen „Die dicken Kinder“ aufgetreten sind. Letztere als Schluss-Act zu planen, sei da sinnvoller gewesen. Dass sie wieder dabei sein müssten, steht für Andres fest. Ebenso die Night-Live-Band sollte wieder auftreten – beide hätten sich als Publikumsmagneten erwiesen.

Für ein nächstes Fest sei es die Krux, die richtige Mischung aus „bewährt“ und „neu“ hinzubekommen, so Andres. Das Konzept, die Musiker zu 60 Prozent aus der Region und zu 40 Prozent von außerhalb zu engagieren, sei auf jeden Fall das richtige gewesen. Extra-Lob gibt’s denn auch für die Hamelner Bands, die auf der Bühne in der Bäckerstraße aufgetreten sind: „Die haben einen tollen Job gemacht!“

Wenn es nächstes Jahr wieder ein Altstadtfest dieser Größe geben soll, müsste die Entscheidung dafür bis zum Jahresende gefällt sein, sagt der Stadtmanager. So viel Geduld müssen die Hamelner also noch aufbringen.

Sven Küper (v.) und Pascal Maresch räumen auf.Dana



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