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Kein erhöhtes Schlaganfall-Risiko – bei Genuss in Maßen

Ist Kaffee schlecht für die Gesundheit?

Hans Ö. aus Hameln fragt: Kaffee soll in den Ruf geraten sein, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mitverantwortlich zu sein. Stimmt das? Wer weiß Rat?

veröffentlicht am 08.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:41 Uhr

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Dr. Werner G. Gehring antwortet: Diese Sorge ist unberechtigt. Zumindest kommt eine Studie der Universitäten Harvard (USA) und Singapur zu diesem Schluss. Im Rahmen einer Meta-Analyse wurden 36 Studien der Vergangenheit, die sich mit dem Zusammenhang von Kaffeekonsum und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems befassten, ausgewertet. In Summe wurden die Daten von 1,3 Millionen Studienteilnehmern durchforstet.

Im Ergebnis zeigte sich, dass sich das Risiko eines Schlaganfalls im Vergleich zu den Nicht-Kaffeekonsumenten um fünf Prozent reduziert, sobald fünf Tassen pro Tag getrunken wurden.

Ein täglicher Kaffeegenuss von 1,5 Tassen führte zu einem um elf Prozent reduzierten Schlaganfall-Risiko. Am vorteilhaftesten wirkte sich ein moderater Genuss von durchschnittlich 3,5 Tassen pro Tag aus: Hier resümierten die Wissenschaftler ein um 20 Prozent herabgesetztes Schlaganfall-Risiko.

Die Verunsicherung der Verbraucher bezüglich des ungesunden Genusses ihres täglichen Kaffees scheint unbegründet. Wer das Maß von maximal fünf Tassen pro Tag nicht überschreitet, der führt auch langfristig seinem Herz-Kreislauf-System keinen Schaden zu. Im Gegenteil, laut Aussage der Forscher leiden diese Personen sogar seltener an Schlaganfall oder Herzinfarkt als die Kaffee-Abstinenten. Einen schlechteren Einfluss als ein moderater Kaffeegenuss haben Bewegungsmangel und Nikotinkonsum, so die Aussage der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Als äußerste Grenze für den Kaffeekonsum werden neun Tassen pro Tag genannt. Ab dieser Menge ist der Kaffeegenuss für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems bedenklich. Für die Mehrheit der Bevölkerung, die Kaffee in mittleren Maßen genießt, gilt also Entwarnung. Lediglich Schwangeren und Patienten mit hohem Blutdruck wird Bescheidenheit angeraten. Kaffeesorten, die aufgekocht und nicht gefiltert werden, bergen den beschriebenen gesundheitlichen Nutzen nicht.

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Dr. Werner G. Gehring ist Arzt in Bad Münder.



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