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Fußgänger und Radfahrer müssen bei Rot halten – obwohl Militärzufahrt permanent verschlossen ist

Ist diese Ampel an der Fischbecker Landstraße noch nötig?

HAMELN. Wie viele Fußgänger und Radfahrer bei Rot an der Ampel an der Zufahrt zum Upnor-Gelände an der Fischbecker Landstraße noch halten, sei mal dahingestellt. Doch es stellt sich die Frage, wozu diese Ampel überhaupt noch nötig ist, seit die einstige Militärzufahrt doch eh permanent verschlossen ist. Die Stadt hat Antworten.

veröffentlicht am 08.08.2018 um 18:04 Uhr

Im Gegensatz zu Radfahrern und Fußgängern passieren Autos nur noch selten die Zufahrt zum Upnor-Gelände. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Seitdem das britische Militär Hameln den Rücken gekehrt hat, tut sich nicht zuletzt auf dem Upnor-Gelände nichts mehr. Das einstige Militärareal zwischen Fischbecker Landstraße und Weser ist nach wie vor eingezäunt, die Torzufahrt verschlossen. Trotzdem regelt immer noch eine Ampel den Verkehr von Autos, Radfahrern und Fußgängern vor dieser Zufahrt, die nach wenigen Metern in einer Sackgasse endet: nämlich vor dem verschlossen Tor. Wieso, fragt sich mancher, der an diesem von Autos kaum frequentierten Straßenabschnitt vorbeikommt, soll dort bei Rot noch gehalten werden. Wozu braucht es diese Ampel noch?

Doch für die Stadtverwaltung kommt an dieser Stelle keine andere Verkehrsregelung als eine Ampel in Frage. „Die Signalisierung an dieser Stelle ist aus verkehrlichen Gründen zwingend erforderlich“, sagt Stadtsprecherin Janine Herrmann. „Man kann zum Beispiel aus dem Reherweg kommend geradeaus fahren, um in der ehemaligen Zufahrt zum Militärgelände zu parken und spazieren zu gehen.“ Die Sprecherin entwirft ein Szenario: „Wenn man dort dann reinfährt, ohne dass wir den Radfahrer/Fußgänger mit ,Rot‘ anhalten, kommt es hier zum Zusammenstoß!“ Deshalb sei die Ampel an dieser Stelle nötig. Eine andere, womöglich kostengünstigere und energiesparende Alternative, zum Beispiel in Form einer Beschilderung oder eines Warnsignals, komme auch nicht in Betracht. „An dieser Stelle macht eine andere Regelung keinen Sinn“, so die Stadtsprecherin. Ein optisches oder akustisches Warnsignal wäre nicht ausreichend. „Klar bremsen wir die Fahrradfahrer an dieser Stelle aus, aber nur zu ihrer eigenen Sicherheit“, räumt sie ein. Denn: „An dieser Stelle sind vor der Errichtung der Ampel schon Unfälle passiert, dies wollen wir vermeiden.“

Folglich müssen die Radfahrer und Fußgänger dort bei Rot weiter der Dinge harren, die da kommen mögen.



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