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Ist der Rettungsdienst noch zu retten?

veröffentlicht am 31.08.2011 um 15:49 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (CK). Die Nachricht war dem DRK-Kreisverband quasi als „Weihnachtsgeschenk“ zugegangen. Im vergangenen Dezember kündigte die Stadt Hameln mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 einen Vertrag, mit dem sie das Rote Kreuz Hameln-Pyrmont beauftragt hatte, neben der Feuerwehr den Rettungsdienst in der Stadt Hameln wahrzunehmen. Und der muss demnächst neu geordnet werden.

Hintergrund: Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes müssen Leistungen wie der Rettungsdienst, sofern er von der Kommune nicht selbst betrieben wird, europaweit ausgeschrieben werden. Sagt jedenfalls Dieter Schur, städtischer Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit.
Und das hat weitreichende Konsequenzen: Falls die Feuerwehr den Rettungsdienst komplett in Eigenregie machen würde, müsste die Stadt Hameln zwar nicht ausschreiben, dann aber, so Andreas Zerbe, Leiter der hauptamtlichen Wachbereitschaft, würde der Feuerwehr Personal fehlen, und zwar insgesamt zwölf Personen. Das entspricht laut Zerbe Kosten von etwa 580 000 Euro, die allerdings würden von den Krankenkassen refinanziert. Nur: Der DRK-Kreisverband würde dann einen seiner Rettungswagen, den er für Einsätze im Stadtgebiet und den Ortsteilen vorhält, abgeben müssen. Und Mitarbeiter wären arbeitslos.



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