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Lesertelefon

Ist der Kreisel wirklich nötig?

HAMELN. An der Gartenstraße/ Ecke Feuergraben soll demnächst ein Mini-Kreisel gebaut werden. Durch ein gepflastertes Rund auf der Kreuzungsmitte verspricht sich die Politik, dass Autofahrer in dem Wohngebiet das Tempo drosseln. Einer unser Leser befürchtet durch den neuen Kreisel mehr Belastung am Feuergraben. Dieses und weitere Themen kamen in dieser Woche am Lesertelefon zur Sprache.

veröffentlicht am 16.05.2017 um 21:48 Uhr

Michael Zimmermann

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Klaus Plaschke hält den Bau eines Kreisels für unnötig. Die Kreuzung sei sehr gut einzusehen, schnell gefahren werde dort sowieso nicht, und die Einbahnstraßenregelung habe sich bewährt. Vielmehr sorgt sich Plaschke darum, dass der Stop-and-go-Verkehr und damit die Lärm- und Abgasbelastung zunehmen könnte. Das Geld, das für den Bau verwendet wird, könnte man in Hameln besser einsetzen, findet er.

Peter Schaperwartet weiterhin darauf, dass bei den Urnengräbern am Friedhof Klein Berkel ein fester Gehweg angelegt wird. Zuletzt sei davon die Rede gewesen, dass die Arbeiten in diesem Frühjahr in Angriff genommen werden sollten. Mit Rollator oder Kinderwagen käme man dort kaum noch lang, klagt er. Eine Sprecherin der Stadt erklärt, dass die Ausschreibung und die Arbeiten davon abhingen, dass der städtische Haushalt für 2017 von der Finanzaufsicht genehmigt wird. „Wenn diese Position so durchgeht, wird das im Sommer bearbeitet“, verspricht sie.

Als ihr Mann im Mai vergangenen Jahres verstarb, kaufte Rita Barbe am Friedhof Wehl ein Urnengrab. Neben strengen Bestimmungen für den Grabstein, den sie dort legen lassen wollte, verlangte die Stadt Hameln von ihr noch einmal eine Gebühr von 175 Euro. Darüber habe sie sich maßlos geärgert, erzählt sie. Sie fragt sich, mit welcher Begründung von ihr noch einmal kassiert werde, schließlich solle dort nur eine einfache Platte liegen. „Die Gebühren beinhalten neben den Kosten für die Bearbeitung des Grabmalantrages inklusive Prüfung des Antrages und Abnahme des Grabmals durch den Friedhofsmeister auch bereits eine spätere Abräumung und Entsorgung des Grabsteines“, erklärt die Stadtsprecherin. Die vorgeschriebenen Mindeststärken der Platten sollten verhindern, dass diese bei kleinsten Belastungen zu Bruch gehen, vor allem an den Grabreihen, über die mit dem Rasenmäher gefahren wird.

Aus dem Lachsbrunnen am Münsterkirchhof kommt seit einiger Zeit kein Wasser mehr. Justus Fleige würde gern wissen, warum das so ist. Auf Anfrage erklärt die Stadtsprecherin, dass die Wasserleitungen in dem historischen Brunnen altersbedingt porös, undicht und nicht mehr zu reparieren seien. „Es sind aufwendige Erneuerungsarbeiten erforderlich und auch vorgesehen.“ Wann das genau passieren wird, könne aber „aufgrund anderer notwendiger Arbeiten und wegen des beschriebenen Aufwandes“ noch nicht festgelegt werden.

Die ehemaligen Kleingärten an der Wehler Marsch in der Nordstadt sind bereits seit geraumer Zeit verlassen, fast alle sind inzwischen ordentlich abgeräumt worden. Langsam erobert sich die Natur das idyllisch gelegene Areal zurück – in anderen Gärten lägen allerdings noch Müll, Scherben und Bauschutt, berichtet Gabriele Ulbrich. Das verstünden einige wiederum als Einladung, ihren Abfall noch dazu-zukippen, befürchtet sie. Sie wundert sich, dass die Stadt dort noch nichts unternommen hat, die Gartenbesitzer in die Pflicht zu nehmen. Schließlich sollte der Betriebshof eigentlich schon im vergangenen Jahr die Überreste der Kolonie abräumen.

Einige der Besitzer seien allerdings bereits verstorben, heißt es dazu aus dem Rathaus. Deswegen könne niemand belangt werden. Zurzeit werde noch intensiv geprüft, was mit der Fläche genau passieren soll. Falls dort zum Beispiel alle Sträucher und Pflanzen entfernt werden müssten, wäre dies sehr teuer und auch in Sachen Naturschutz nicht sinnvoll. Deshalb müsse dort sorgfältig abgewogen werden, bevor an das Gelände weiter Hand angelegt wird, so die Stadtsprecherin.



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