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Umfrage zur Windkraft in Haverbeck, Halvestorf und Hilligsfeld / Drei Standorte werden untersucht

„Irgendwo muss die Energie ja herkommen“

Hameln (mau). Erneuerbare Energien sind im Trend, Windkraft kommt an – aber nicht vor der eigenen Haustür? Anwohner von Halvestorf, Haverbeck oder Hilligsfeld fragen sich, wo und wenn ja, wie viele Windkraftanlagen vielleicht in Zukunft in ihrer Nähe gebaut werden, denn dort sollen Flächen untersucht werden.

veröffentlicht am 17.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 06:41 Uhr

Der Bau von Windkraftanlagen in Halvestorf oder Haverbeck wird z
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Der Fachausschuss hatte bekanntlich die Prüfung von Vorranggebieten an drei Standorten empfohlen. Aber allein der Gedanke an „Spargel“ in der Landschaft heizt die Gerüchteküche in den Dörfern an. Die Redaktion hat sich an den Gartenzäunen umgehört. Überwiegender Tenor in den betroffenen Gebieten: „Windräder verschandeln die Landschaft. Und unsinnig seien sie auf dem flachen Land auch.“

In Hilligsfeld beispielsweise wird gar von einer „Abschiebung“ gesprochen, nur weil man am Stadtrand Hamelns sei: „Ich kriege langsam das Gefühl, dass wir hier völlig eingekesselt werden – von Schweineställen und bald auch noch von diesen Windrädern“, klagt etwa Anneliese Ketelhake. Warum Windkraftanlagen auf dem Land gebaut werden, versteht die Rentnerin sowieso nicht. Heinrich Pütger, ebenfalls aus Hilligsfeld, ist ebenfalls skeptisch: „Diese Dinger sollte man lieber in die See setzen. Warum denn hier?“ Völlig dagegen sei er, schon wegen der finanziellen Aspekte: „Um die Anlagen am Leben zu halten, werden doch nur wieder Mengen von Steuergeldern reingesteckt“, vermutet er.

Einige Kilometer entfernt sieht die Lage etwas entspannter aus. Gedanken wegen der Windkraft machen sich in Haverbeck offenbar nur wenige: „Ich habe noch keine Meinung dazu“, gibt eine Anwohnerin ehrlich zu. Ein Landwirt ergänzt: „Wir machen uns da noch keinen Kopf.“ Ein anderer: „Das sind doch noch alles ungelegte Eier. Fragen Sie lieber, wenn’s so weit ist und wir wissen, ob hier überhaupt gebaut wird.“ Die Proteste gegen Windenergie seien meistens unbegründet, meint ein Rentner und spielt auf den aktuellen Streit im Haverbecker Ortsrat an, der sich vor allem zwischen Manfred Maihöfer (SPD) und Ortsbürgermeister Thorsten Sander (CDU) entwickelt hat. „Da gibt es einen Krakeler – und der macht das ganze Dorf verrückt.“

Er selbst halte Windkraftanlagen für richtig und wichtig: „Irgendwo muss die Energie doch herkommen, wenn das Öl knapp wird. Milch kommt ja schließlich auch nicht einfach aus der Tüte – das muss alles produziert werden!“

„Lieber irgendwann Grohnde abschalten“

Ähnlich aufgeschlossen gegenüber Windkraftanlagen, auch vor der eigenen Haustür, ist Silke Troche. Die 36-Jährige wohnt mit ihrer Familie im Neubaugebiet in Halvestorf: „An den Windrädern störe ich mich überhaupt nicht.“ Die Mutter findet auch nicht, dass die Anlagen die Landschaft verschandeln. „Ich bin für mehr Windenergie – und dann lieber irgendwann das Kernkraftwerk Grohnde abschalten“, fordert sie.



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