weather-image
24°
×

Spendenaufruf für Betroffene

Interhelp hilft nach Überschwemmungen in Sri Lanka

HAMELN/COLOMBO. Sintflutartige Regenfälle haben auf Sri Lanka zahlreiche Erdrutsche ausgelöst und im Westen und Süden der Insel zu den schwersten Überschwemmungen seit 14 Jahren geführt. Mehr als 150 Tote wurden bereits geborgen, zahlreiche Menschen werden vermisst. 500.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Regierung hat um internationale Hilfe gebeten. Die Hamelner Hilfsorganisation Interhelp ist seit Sonntag direkt vor Ort im Einsatz und versorgt Hilfsbedürftige mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser.

veröffentlicht am 29.05.2017 um 09:22 Uhr

Interhelp-Koordinator Mangala Fernando hat am ersten Tag gemeinsam mit anderen Freiwilligen 500 Essen gekocht und an Bedürftige verteilt. „Wir haben einfache Gerichte aus Reis und Linsen, Fisch und Hühnerfleisch zubereitet“, sagt der Helfer, der seit dem Tsunami im Dezember 2004 ehrenamtlich für Interhelp im Einsatz ist.

„Heute waren wir in einem Dorf, in dem allein zehn Bewohner gestorben sind“, erzählt Fernando. „Kinder haben ihre Eltern und Eheleute ihre Partner verloren. Es ist schrecklich. Bitte helft uns.“ Um die Hilfsmaßnahmen fortsetzen zu können, benötige man dringend Geld“, sagt der Interhelp-Vorsitzende Ulrich Behmann. Ein Lunch-Paket für Hochwasser-Opfer koste umgerechnet einen Euro. „Wir wollen schnellstmöglich Reis, Zwiebeln, Früchte und sauberes Wasser kaufen, um möglichst viele Überlebende der verheerenden Naturkatastrophe mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Menschen dort haben alles verloren – sie sollen nicht auch noch Hunger und Durst leiden“, sagt Behmann.

Am heutigen Montag (29. Mai) bringen die Interhelp-Helfer Nahrungsmittel mit Booten in die von der Außenwelt abgeschnittenen Gebiete.

Nach Angaben der Hilfsorganisation bahnt sich aber bereits eine weitere Katastrophe an: Experten warnen vor einer explosionsartigen Ausbreitung des von Mücken übertragenen Dengue- Hämorrhagischen-Fiebers (DHF). Weite Landstriche stehen unter Wasser. Stellenweise sei während 24 Stunden so viel Regen gefallen, wie sonst durchschnittlich in einem Jahr, meldet die Tagesschau.

Die DHF-Krankheit könne viele Todesopfer fordern, meinen Ärzte. Erst im März war ein Team der gemeinsamen Medical-Task-Force von Interhelp und mfs International (Frankfurt) aus Sri Lanka zurückgekehrt. Unter der Leitung des Hamelners Reinhold Klostermann hatten zwölf deutsche und sri-lankische Ärzte, Krankenschwestern und Rettungsassistenten 1768 Patienten kostenlos behandelt.

Wer die ehrenamtlichen Helfer finanziell unterstützen möchte, kann Geld auf folgende Konten überweisen:

Sparkasse Weserbergland: IBAN: DE 60 2545 0110 0000 0203 13

Volksbank Hameln-Stadthagen: IBAN: DE 49 2546 2160 0700 7000 00



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige