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Verwaltung will Meinung der Bürger hören

Interesse am Areal der Kaserne wächst

Hameln. Es ist zwar noch nichts in trockenen Tüchern, doch das Interesse an den Flächen, die nach dem Abzug der Briten im Stadtgebiet Hamelns frei werden, insbesondere für das Gelände der Linsingen-Kaserne, sei enorm. Das jedenfalls hat Michaela Klank jetzt vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung berichtet. Die Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung und Planung unterrichtete die Politik über den bisherigen Planungsstand.

veröffentlicht am 14.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:21 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Für das Kasernen-Areal kündigte sie das Schaffen von Erschließungsstraßen an. „In dem Zustand, wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben“, sagte Klank. Bislang hätten Behörden wie Polizei und Bauverwaltung ihr Interesse bekundet, auf dem Gelände ansässig zu werden. Auch gebe es Anfragen für das auf dem Areal existierende Restaurant mit einer Sitzplatzkapazität für bis zu 400 Personen und der Landkreis überlege, im südlichen Bereich Schulen zusammenzulegen. „Weil da nicht die wertvollen Gebäude stehen“, begründete die Abteilungsleiterin. Sie kündigte zudem an, dass derzeit geprüft werde, ob die Nordwestbahn eine Haltestation am ehemaligen Kasernen-Gelände einrichten könne. „Aber diesbezüglich stehen wir noch ganz am Anfang“, sagte Klank und betonte vor der Politik, dass grundsätzlich noch nichts konkret sei.

Das gelte auch für die übrigen Gelände wie Raveling Camp, den mit hochwertigen Werkstätten bestückten Gundolph Park und den Bailey Park sowie den Truppenübungsplatz Wouldham an der Ohrschen Landstraße. „Es gibt erste Entwicklungsziele, die aber gekoppelt sind mit den Anfragen, die wir haben“, erklärte Klank, ohne weiter ins Detail zu gehen. „Es ist alles noch sehr entwicklungsoffen“, unterstrich Hermann Aden. Der Stadtbaurat will nun zunächst die Meinung der Bürger einholen und dann der Politik ein Konzept vorlegen. Allerdings merkte Aden auch an: „Die Zeit drängt.“ Das gelte insbesondere für das auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne befindliche Restaurant, das als Mensa genutzt werden könne. Die Briten hatten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, das Gebäude im Ist-Zustand zu hinterlassen, wenn es denn gewünscht werde. Ansonsten, so heißt es, werde alles eingepackt und mitgenommen.

„Es ist positiv, dass wir nicht ins Leere laufen“, lobte Ausschussvorsitzender Thorsten Sander (CDU) das Engagement der Verwaltung. Sein Stellvertreter Herbert Rode indes trat auf die Euphoriebremse. „Wir haben zwar viele Interessenten, aber den Deckel draufgemacht hat noch niemand“, warnte der Sozialdemokrat vor zu großem Optimismus.

Die Legende um einen Bunker auf dem Raveling Camp bemühte einmal mehr Rainer Sagawe. Der Grünen-Politiker will in Erfahrung gebracht haben, dass dieser voller Waffen sei. „Die Briten wissen von nichts, weil das die Amis gemacht haben“, sagte er und forderte den Einsatz eines Bodenradars, um die Flächen zu untersuchen. „Uns liegen diesbezüglich keine Erkenntnisse vor“, erwiderte Aden und betonte, dass die Bima, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, an die die Briten ihre Hamelner Liegenschaften Zug um Zug übergeben werden, die infrage kommenden Flächen teilweise auch schon untersucht habe. „Bislang ergebnislos“, wie der Stadtbaurat erklärte.

Das Interesse an den Liegenschaften der Briten in Hameln ist laut Aussagen der Verwaltung groß.



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