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Mit Potenzial für den Tourismus

Inklusives Hotel in Hameln – der Start ist gemacht

HAMELN. In Hameln soll in absehbarer Zeit ein inklusives Hotel entstehen – eine Herberge für Gäste mit ganz unterschiedlichsten Handicaps. Zugleich sollen Menschen mit Behinderung in diesem Hotel Arbeit finden können, ganz im Sinne des Inklusionsgedankens. Eine Gruppe um Constantin Grosch und Mechthild Clemens vom Forum für Inklusion entwickelt nun ein Konzept.

veröffentlicht am 19.09.2018 um 17:13 Uhr

Rollstuhlgerechtes Badezimmer in einem Hotel: Bei weitem noch nicht alles, was unter „barrierefrei“ zu verstehen. Foto: dpa
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Etliche Beispiele von Hotels mit weitreichender Barrierefreiheit gibt es in Deutschland bereits – Hameln ist noch nicht so weit. In absehbarer Zeit aber soll es in der Rattenfängerstadt auch ein inklusives Hotel geben. Das Hotel als Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung ist dabei ein zweiter zentraler Faktor. Nach einer Auftaktveranstaltung für solch ein Projekt soll nun eine Initiativgruppe das weitere Vorgehen für Hameln klären.

Constantin Grosch ist neben Mechthild Clemens vom Forum für Inklusion einer der Initiatoren des Hotel-Vorhabens. Grosch ist überzeugt davon, dass ein inklusives Hotel auch von touristischer Bedeutung für das Weserbergland ist. Seine Bestandsaufnahme barrierefreier Angebote fällt hingegen sparsam aus: Ganze zwei barrierefreie Hotelzimmer gibt es in Hameln, sagt Grosch. Dazu kommen im Kreisgebiet einige wenige Angebote für Rollstuhlfahrer – die seien an einer Hand abzählbar. „Wir limitieren uns im Wachstum“, meint er. Wer Übernachtungen weiter steigern wolle, brauche auch spezielle Angebote für Reisende mit besonderen Ansprüchen. Und dazu gehörten nicht nur Aufzüge, die in die Zimmer führen, oder Haltegriffe im Sanitärbereich – es gehe auch beispielsweise um Rauchmelder, die optische Signale geben, Türen, die durch große Farbkontraste von Wänden zu unterscheiden sind oder Räume und Treppenhäuser, die hell sind und keine Ängste hervorrufen. Die Liste ist beliebig erweiterbar. „Wir wollen so barrierefrei wie möglich sein“, sagt Grosch.

Die Auftaktveranstaltung habe Interesse von vielen Seiten hervorgerufen. Jetzt geht es den Initiatoren darum, Kooperationspartner zu finden. Ob das Stadt Hameln, Landkreis oder ein privater Hotelbetreiber sein werden, bleibt abzuwarten. „Wir sind ganz offen für Projektpartner“, so Grosch.

Das Interesse an diesem Inklusionsprojekt sei vorhanden. Jetzt geht es zunächst einmal darum, ein möglichst konkretes Konzept zu entwickeln. Für die Erstellung eines Konzepts erhofft sich Grosch Fördermittel der „Aktion Mensch“. Bis Ende 2021 könnte der Plan für ein inklusives Hotel dann stehen.



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