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Supermarkt in Hameln ausgezeichnet

Inklusionspreis: „Goldene Ratte“ für Real

HAMELN. Zum sechsten Mal hat der Beirat für Menschen mit Behinderung im Landkreis Hameln-Pyrmont die „Goldene Ratte“ verliehen. Der Preis ging diesmal an den Supermarkt Real in Hameln – für die „vorbildliche Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und deren Integration in das Unternehmen“.

veröffentlicht am 03.12.2018 um 18:10 Uhr

Gotthard Feist (links) überreicht Monika Offermann von Real einen Blumenstrauß. Anja Gabriel (Mitte) hält die „Goldene Ratte“. Im Hintergrund: Geschäftsleiter Jörg Ketelhut. Foto: mo
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Nina Schaper geht gern bei Real einkaufen. „Und das nicht nur wegen der breiten Gänge für Rollstuhlfahrer“, sagte die stellvertretende Vorsitzende im Beirat für Menschen mit Behinderung im Landkreis Hameln-Pyrmont. In ihrer Laudatio lobte sie vor allem den hohen Anteil an schwerbehinderten Menschen oder Gleichgestellten, die im Supermarkt in der Stadtgalerie beschäftigt sind. Dann überreichte sie den Verantwortlichen den Inklusionspreis: die „Goldene Ratte“.

„Inklusion spielt eine sehr große Rolle in unserem Unternehmen“, sagte Geschäftsleiter Jörg Ketelhut bei der Preisverleihung am Montag. Unter den 86 Angestellten des Hamelner Markts seien 15 Mitarbeiter, die schwerbehindert oder gleichgestellt sind. Anja Gabriel, Schwerbehinderten-Vertrauensperson und Betriebsratsvorsitzende, ergänzte: „Dazu ermöglichen wir jungen Leuten mit einer Lernschwäche Praktikumsstellen oder Ausbildungsplätze.“ Vor drei Jahren sei zudem ein Kollege der Paritätischen Lebenshilfe eingestellt worden. „Und durch den Umbau der Kassenzone haben wir erreicht, dass die Arbeitsplätze von drei Mitarbeitern erhalten werden konnten“, sagte Monika Offermann, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats. Da die Selbstbedienungskassen im Supermarkt erweitert wurden, seien „leidensgerechte Arbeitsplätze“ für Mitarbeiter geschaffen worden, die gesundheitsbedingt nicht mehr an der Kasse sitzen konnten.

Inklusion spielt eine sehr große Rolle in unserem Unternehmen.

Geschäftsleiter Jörg Ketelhut

In einem offenen Bewerbungsverfahren hatten sich neben Real auch die Gärtnerei Stauden Junge, die Hameln Marketing und Tourismus GmbH, Logocos Naturkosmetik, W. Neudorff, Schubs Steuerungstechnik, die Siegfried Holding AG und die Sparkasse Hameln-Weserbergland als Kandidaten um den Preis beworben. „Alle dieser Firmen sind Gewinner“, sagte Gotthard Feist, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung. „Sie haben bewiesen, dass sie den zweiten Blick gewagt haben und neue Wege im Unternehmen gehen wollen“, so Feist weiter.

Zusammen mit der Agentur für Arbeit und dem Landkreis Hameln-Pyrmont will der Beirat mit der Preisverleihung Impulse und Anregungen durch vorbildliche Aktionen und Maßnahmen von Unternehmen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung geben. Den Tag der Preisverleihung hat der Beirat mit Bedacht gewählt: Es ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung.

Landrat Tjark Bartels sagte bei der Preisverleihung: „Der erste Schritt für eine inklusive Gesellschaft ist, die Schere im Kopf wegzulegen und frei zu entscheiden.“ Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln, meinte: „Inklusion ist das Wertschätzen menschlicher Vielfalt.“ Die größten Hindernisse seien in den Köpfen der Menschen. Die „Goldene Ratte“ stehe daher als Symbol für Beispiele gelungener Integration im Landkreis Hameln-Pyrmont.



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