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Leitbild steht in Aussicht – auch mit Blick auf Zuschüsse

In welche Richtung geht’s mit der Kultur?

HAMELN. Womit will sich die Stadt Hameln kulturell profilieren? Das ist eine Frage, die mit einem Leitbild für die Kultur künftig näher beantwortet werden soll. Dabei geht es nicht nur darum, was in Hameln kulturell angeboten wird, sondern vielmehr auch darum, wie viel Geld die Politik den Kulturangeboten in der Stadt als freiwillige Leistungen zur Verfügung stellen will.

veröffentlicht am 14.11.2017 um 07:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2017 um 18:42 Uhr

Tanz gefällig? Für die Kultur in Hameln soll es bald ein Leitbild geben. Foto: Wal
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Die Entscheidung über Zuschüsse sollen verstärkt in den zuständigen Fachausschüssen getroffen werden. Das ist das Ziel der Politik. Doch wenn Geld für Kultur nicht nach dem Gießkannenprinzip bereitgestellt werden soll, dann braucht es gewisse Richtlinien, nach denen die Zuschüsse verteilt werden. Solche Förderrichtlinien will die Verwaltung nun auf den Weg bringen. Sie böten dazu „eine gute Möglichkeit zur Steuerung kultureller Prozesse in einer Stadt“, heißt es.

Ein Leitbild könnte, wie die Verwaltung in einer Beschlussvorlage für den Kulturausschuss schreibt, ein „Grundgesetz“ für die Kulturentwicklung in Hameln darstellen. „Dieses ,Grundgesetz‘ sollte mit Spartenzielen (zum Beispiel für Theater, Darstellende Kunst, Museum, Bücherei, Musik...) verbunden werden, die alle fünf Jahre vor dem Hintergrund von eventuell eingetretenen Veränderungen hinterfragt werden sollten.“

Dies transportiere „nach außen das Signal der Veränderung, die deutlich macht, dass Kultur – auch in schwierigen finanziellen Zeiten – ein unverzichtbares Gut darstellt, das sich mit der Gesellschaft und in der Gesellschaft verändert, und damit immer Teil dieser Gesellschaft ist“, heißt es weiter. Das Leitbild könne dazu beitragen, dass der Einsatz auch knapper Ressourcen zielgerichtet erfolgen kann.

Für die Ausschusssitzung am Donnerstag, 16. November, um 16 Uhr in der Pfortmühle schlägt die Stadt vor, dieses Leitbild in verschiedenen Prozessstufen zu erarbeiten. Zunächst soll ein interner Workshop der Verwaltung Aufschluss über ein mögliches Leitbild geben; danach sollen alle städtischen Kultureinrichtungen -organisationen mit an den Tisch, bevor die Mitglieder des Kulturausschusses in die Beratung einsteigen. Das Leitbild sollte ohne zeitliche Limitierung festgelegt werden, die Leitziele hingegen für die Dauer von fünf Jahren, so die Verwaltung.

Vor einigen Jahren hatten sich Politik und Verwaltung bereits mit einer umstrittenen „Kulturentwicklungsplanung“ befasst. In Teilaspekten wurde dies bereits im Rathaus bearbeitet, wie ein Stadtsprecher mitteilt. Allerdings seien damalige Entwicklungsplanung, bei der es überwiegend um eine Bestandsaufnahme gegangen sei, und die aktuelle Initiative für ein Kulturleitbild, das Zielrichtungen vorgibt, „zwei getrennte paar Schuhe“ und nicht miteinander vergleichbar.

Das neue Kulturleitbild für Hameln soll nun ohne zusätzliche Kosten entstehen. Die Verwaltung habe dazu die Universität in Hildesheim um Unterstützung angefragt. Eine Antwort sei noch nicht eingetroffen.

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