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Verkehr beschäftigt die Bürger

In Hilligsfeld soll es ruhiger werden

Hilligsfeld (gro). Wie ein roter Faden zog sich das Thema Verkehr in Hilligsfeld durch die Ortsratssitzung. Gefordert wird vom Ortsrat eine verkehrsberuhigende Maßnahme an der K 60, Ortseingang Klein Hilligsfeld, von Afferde kommend, aber auch eine Verbesserung der Verkehrssituation allgemein in Hilligsfeld, besonders an der K 3 (Hilligsfelder Straße). Allerdings wurde durch drei Verkehrszählungen nachgewiesen, dass „der befürchtete Mehrverkehr nach Fertigstellung der Brücke über die Hamel ausgeblieben ist“, so Ortsbürgermeister Walter Bödecker (CDU).

veröffentlicht am 07.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 21:21 Uhr

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Dennoch stellte der Ortsrat einen Antrag auf Schaffung sicherer, angehobener Bürgersteige oder eine Tonnenbegrenzung für den durchfahrenden Verkehr. Zurzeit sind die Bürgersteige abgesenkt, und viele Autofahrer nutzen diese mit als Fahrraum.

Heftige Reaktionen hatte es in Hilligsfeld bei der Wahl des Ortsbürgermeisters im letzten Jahr gegeben: Die Wählergemeinschaft stellt dort vier Mandatsträger, die SPD zwei und die CDU drei. SPD und CDU fanden zueinander und wählten den bisherigen Ortsbürgermeister Walter Bödecker erneut an die Spitze. Das allerdings kam nicht besonders gut in Teilen der Bevölkerung an, sahen viele doch Heidemarie Neumann klar als neue Ortsbürgermeisterin, weil die Wählergemeinschaft die stärkste Fraktion im Ortsrat stellt.

Wer nun glaubt, dass sich nach einigen Monaten die Lage gebessert hat, sieht sich getäuscht. Noch immer schlagen die Wellen der Emotionen hoch, so auch in der jüngsten Ortsratssitzung im Gasthaus Schrader. In der Bürgerfragestunde ertönte es aus dem Saal: „Herr Bödecker, warum sind Sie nicht den Wünschen des Ortes entgegengekommen? Heidemarie Neumann wurde von der Mehrheit der Bevölkerung als Ortsbürgermeisterin gewünscht. Warum haben Sie sich nicht dem Willen des Ortes und der Bevölkerung gebeugt?“ Kurz und knapp die Antwort: „Die demokratische Wahl ist eben so gelaufen.“

Friedrich-Wilhelm Meyer (CDU) erklärte: „Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat und sind Recht und Gesetz unterworfen.“ Neumann habe nur zehn Prozent der Stimmen erhalten, und das sei ja wohl nicht die Mehrheit. Außerdem habe es durch die Koalition ganz klar eine Mehrheit von Stimmen für den bisherigen Ortsbürgermeister gegeben. Murren, Zwischenrufe, persönliche verbale Angriffe waren die Folge und machen klar: Das Thema ist in Hilligsfeld noch lange nicht vom Tisch.

Dem Ortsrat stehen für das laufende Jahr 1500 Euro zur Verfügung. 600 Euro davon wird er für eine neue Doppelschaukel auf dem Spielplatz beim Dorfgemeinschaftshaus ausgeben. DRK und der Verein „Go up der Hamel“ steuern jeweils 300 Euro bei. Im Rahmen der ohnehin anstehenden Treppensanierung am Dorfgemeinschaftshaus wird eine Rampe gebaut werden, um einen barrierefreien Zugang zu schaffen.

Der Ortseingang Klein Hilligsfeld: Hier möchte der Ortsrat den stark einfließenden Verkehr durch einen eingebauten Halbkreis in die Straße ausbremsen.

Foto: gro

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