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Hunderte Kinder, aber nur wenige Erwachsene beim Sportwochenende auf dem Finkenborn

In Bewegung kommen vor allem die Jüngsten

Hameln (git). Irmgard Willmer und ihre Freundin Gisela Huther aus Emmerthal reihten sich am Sonntagvormittag begeistert in die Wandergruppe ein, die sich auf der Wiese am Finkenborn zum Abmarsch bereit gemacht hatte. Es ist der Dritte von drei Sporttagen, den TC und VfL am Wochenende umweltbewusst, mit viel Mühe und Sorgfalt auf die Beine gestellt haben. Am „Familientag“ geht es mit Wanderwart Jürgen Bröstedt über eine zwölf Kilometer lange Strecke durch den Klütwald zur Riepenburg und wieder zurück. „Als Frau geht man so eine lange Strecke gerne in Begleitung“, sagen die beiden Seniorinnen. Sie freuen sich auf die nette Gesellschaft von sechs weitern Wanderlustigen. „40 Personen hätten es schon sein können“, sagt der Wanderwart etwas resignierend. Auch bei den Nordic-Walkern und den Langstreckenläufern sah es am Sonntag zum Landesweiten „Natur-Aktiv-Erlebnis Tag“ auf dem Finkenborn ebenfalls mau aus. Die Teilnahme lag weit hinter den Erwartungen der Organisatoren zurück. Beim Barfußweg für Kinder tummelten sich eine Stunde später immerhin ein Dutzend Sprösslinge auf der Waldwiese.

veröffentlicht am 17.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 13:41 Uhr

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Haben die Hamelner etwa keine Lust auf Bewegung in der freien Natur? Das Angebot, das die Organisatoren von Hamelns größten Sportvereinen TC und VfL mit ihrem dreitägigen Bewegungsangebot auf und um den Finkenborn angeboten hatten, versprach im Vorfeld so einiges. Für alle Altergruppen sollte etwas dabei sein. Eingebettet in das Konzept „Hameln in Bewegung“ standen am Freitag die olympischen Disziplinen Laufen, Springen und Werfen erstmalig für die Kindergartengeneration auf dem Programm. Am Samstag startete um 14.30 Uhr das traditionelle Klüt-Bergturnfest mit Dreikampf für 5- bis 12- Jährige, 13- bis 17-Jährige und Erwachsene. Am Sonntag wurden die Disziplinen Wandern, Walken und Langstreckenlauf abgedeckt. Mit den Sportangeboten am Sonntag beteiligte sich die beiden Hamelner Sportvereine erstmalig an der landesweiten Aktion „Natur aktiv erleben“ von Landessportbund, NDR Niedersachsen und der Alfred- Toepfer- Akademie.

Zurück zum Freitag. Liselotte Sievert (DRK-Kita-Fachberaterin) mobilisiert ganze 200 DRK-Kita-Kinder aus dem Landkreis für die Aktion auf dem Finkenborn. Mit Kindern aus AWO-Kitas, der Kita Eugen-Reintjes-Stiftung und den DRK-„Waldmäusen“ werden es fast 300 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. „Das Angebot passt sehr gut in unser Konzept ,… dann geht es uns gut‘ “, sagt sie. „Hier auf dem Finkenborn haben die Kinder neben der Bewegung ein prima Naturerlebnis“. Schön sei auch, dass im Gegensatz zu den Bundesjugendspielen der Olympische Gedanke im Vordergrund stehe und nicht die Leistung. „Alle bekommen heute die gleiche Teilnehmerurkunde“, sagt Liselotte Sievert. Daniela Korf Strüber von der AWO-Kita „Sonnenschein“ freut sich ebenfalls über die Gelegenheit, Sport in der freien Natur bieten zu können. „Leichtathletik ist nicht direkt Neuland für unsere Kids“, erklärt sie. Aber in dieser schönen Umgebung sei das eine Bereicherung.

Beim Klüt-Bergturnfest am Samstag zählt Organisator Dr. Juri Sokolski 60 Kinder und fünf Erwachsenen. „Trotz guter Organisation“ etwas weniger Kinder als im Vorjahr, sagt Sokolski. Er spricht aber dennoch von einer kurzweiligen, verletzungsfreien und gelungenen Veranstaltung.

Also scheint einzig der Sonntag nicht von Erfolg gekrönt zu sein. Dr. Wolfgang Kurbjuhn wartet trotz geringer Resonanz auch auf den letzten Wanderer. Der erste Vorsitzende vom TC führt mangelnde Öffentlicharbeit als Grund für die geringe Beteiligung an. „Vielleicht liegt es aber auch daran, dass heute parallel zu viel angeboten wird“, glaubt Jürgen Steding vom VfL. Entmutigen lassen will man sich von organisatorischer Seite aus jedenfalls nicht. „Vielleicht bieten wir die Aktion im nächsten Jahr nur an zwei Tagen an“, heißt es.

Und Absprung! Kinder der AWO Kita „Sonnenschein“ geben beim Weitsprung alles. Der Einsatz der Erwachsenen an den Aktionen auf dem Klüt hielt sich eher in Grenzen. Foto: git

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