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Stadt arbeitet an Standort-Marketing

In Arbeit: Eine Werbekampagne für Hameln

HAMELN. „Lippe liegt am A … der Welt. Aber hier riecht’s besser als im Ruhrgebiet.“ Im Ruhrpott fand man den Spruch nicht so toll. Aber das ostwestfälische Lipperland war im Gespräch. Es sind Sprüche wie dieser, mit dem Lippe für sich und seine Region wirbt. Dem will die Stadt Hameln in nichts nachstehen. Tut sie aber.

veröffentlicht am 08.02.2018 um 13:09 Uhr
aktualisiert am 09.02.2018 um 17:30 Uhr

Blick auf die Südstadt mit ihrem Industriegebiet: Die Unternehmen in Hameln sind größtenteils zufrieden, wie aus einer Umfrage der städtischen Wirtschaftsförderung hervorgeht. Foto: wfx
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Einen Slogan, geschweige denn ein Konzept für eine offensive Werbekampagne, die über die Stadtgrenzen hinaus klarmacht, dass Hameln nicht nur touristisch, sondern auch wirtschaftlich attraktiv sein kann, gibt es nicht. Noch nicht. Die städtische Wirtschaftsförderung arbeitet derzeit an einem Konzept für Standort-Marketing (wir berichteten).

Jetzt geht das Projekt in die nächste Phase. In diesem Zuge soll es öffentlich ausgeschrieben werden. Eine externe Agentur soll das Projekt professionell begleiten. Mit der letzten Ausschreibung war die Stadt nicht zufrieden, wie Wirtschaftsförderer Sascha Köberle im Finanzausschuss anmerkte. Dort hatte die Wirtschaftsförderung jüngst ihren aktuellen Bericht vorgestellt.

Im nächsten Schritt werde auf Basis der Befragung von 162 Unternehmen, welche die Stadt im Verbund mit der Hochschule Weserbergland durchgeführt hat, eine Standortstrategie erarbeitet. Zudem werde eine sogenannte SWOT-Analyse durchgeführt. SWOT ist ein Akronym, das sich aus den Anfangsbuchstaben englicher Worte zusammensetzt: strengths (Stärken), weaknesses (Schwächen), opportunities (Chancen) und threats (Bedrohungen). Dabei soll ermittelt werden, wie Hameln für Unternehmen und Arbeitnehmer langfristig attraktiv aufgestellt werden könne. Dann werden die Zielgruppen definiert, die durch das Standort-Marketing erreicht werden sollen. Daraus soll das eigentliche Marketing-Konzept entwickelt werden, aus dem schließlich ein „gemeinsamer Außenauftritt“ für Hameln geschaffen werden soll. Einen Vorgeschmack dessen, was Hameln zu bieten hat und im Rahmen des Standort-Marketings zum Besten geben könnte, gaben die Wirtschaftsförderer Thomas Wahmes und Sascha Köberle im Finanzausschuss.

In der Marketing-Kampagne sollen die Vorzüge der Rattenfängerstadt herausgestellt werden, getreu dem Motto: Hameln muss sich nicht verstecken, sondern zu seinen Stärken stehen, wie es in der Präsentation der Wirtschaftsförderer hieß. Dazu zählten etwa eine hohe Lebensqualität, hochwertiger, bezahlbarer Wohnraum, vielfältige Kultur- und Freizeitangebote, gute Einkaufsmöglichkeiten, Familienfreundlichkeit, vielseitige Bildungsmöglichkeiten (Hochschulstandort), leistungsstarke mittelständische Unternehmen und damit Arbeitgeber sowie ausgeprägte Unternehmensnetzwerke.

Mit der Werbekampagne soll erreicht werden, dass Hameln als Marke auch jenseits der touristischen Rattenfängerstadt verstanden wird. Hameln soll als „attraktiver Wirtschafts-, Wohn- und Lebensstandort überregional bekannt“ gemacht werden. Durch das angestrebte Standort-Marketing sollen Unternehmensgründungen in Hameln gefördert und Neuansiedlungen erreicht werden. Aber die Werbung soll sich nicht nur nach außen richten: Auch den heimischen Unternehmen soll eine Plattform geboten werden, um für sich und ihren Standort zu werben. Sie sollen bei ihrer Vermarktung und der Gewinnung von Mitarbeitern unterstützt werden.

Neben der direkten Kontaktaufnahme will die Stadt künftig Print- und Plakatwerbung starten, sich auf Messen präsentieren und verstärkt in sozialen Medien auf sich aufmerksam machen.

Mein Standpunkt
Philipp Killmann
Von Philipp Killmann

Die Wirtschaftförderer haben recht: Hameln braucht sich nicht zu verstecken. Im Gegenteil. Es hat viel zu bieten. Das hat sich nur noch nicht rumgesprochen – noch nicht mal innerhalb Hamelns. Standort-Marketing ist daher nicht nur richtig. Es ist auch überfällig.

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