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Schraps (SPD): Wichtig für EU

Impfstoff-Abfüllung im Fokus der Politik: Wirtschaftsminister Althusmann (CDU) besucht Siegfried

HAMELN. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat bei einem Hameln-Besuch die Produktionsausweitung der Firma Siegfried in Hameln zur Abfüllung von Corona-Impfstoff gelobt. „Innerhalb von zwölf Monaten ist hier etwas auf den Weg gebracht worden, wofür wir normalerweise zwei bis drei Jahre brauchen“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Rahmen seiner Sommerreise.

veröffentlicht am 30.07.2021 um 09:00 Uhr

In Hameln füllt das Schweizer Unternehmen Siegfried den Impfstoff von Biontech und Pfizer ab. Das Vakzin wird an den Standort geliefert und zum weiteren Verbrauch steril abgefüllt. Damit sei das Unternehmen ein wichtiger Teil der Kette zur Bekämpfung der Pandemie und somit auch ein wichtiger wirtschaftspolitischer Faktor für Niedersachsen. Althusmann geht davon aus, dass der Standort weiter wachsen wird. Im Sinne einer langfristigen Pandemie-Bekämpfung gelte es, solche Kapazitäten vorzuhalten. Mit Blick auf eine möglicherweise dritte Impfung könnte es gar eine Ausweitung geben. Zudem habe das Unternehmen einen weiteren Abfüllvertrag mit dem US-amerikanischen Hersteller Novavex abgeschlossen, dessen Impfstoffkandidat kurz vor einer möglichen Zulassung steht.

Siegfried beschäftigt nach eigenen Angaben an 11 Standorten in sieben Ländern rund 3500 Mitarbeiter, rund 500 davon in Hameln.

Als wichtigen Schritt, vor allem mit Blick auf ein hinreichendes Impfangebot auf dem europäischen Markt, bezeichnete auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps die Abfüllkapazitäten in Hameln. Bei einem Besuch zum Start der Abfüllung bei Siegfried in Hameln, bei dem auch der SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange teilnahm, unterstrichen die Parlamentarier den Hamelner Beitrag zur EU-Impfstoffstrategie.

„Siegfried hat hier eindeutig auf das richtige Pferd gesetzt und erhöht damit natürlich auch die eigene Wettbewerbsposition für zukünftige Aufträge im Rahmen einer immer engeren europäischen Zusammenarbeit im Gesundheitssektor“, so Schraps in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. Erst kürzlich habe die EU-Kommission weitere 1,8 Milliarden Dosen des Biontech-Pfizer-Impfstoffs bestellt, die für Auffrischungsimpfungen benötigt werden, heißt es darin weiter. dpa/red



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