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„Immer diese Radfahrer!“ – Kritik der Bürger wächst

veröffentlicht am 29.09.2011 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (tis). Radfahrer, die sich verkehrswidrig verhalten und Autofahrer oder Fußgänger gefährden, stehen immer wieder im Fokus der öffentlichen Meinung. Dies machte erneut eine Umfrage beim Tag der offenen Tür der Polizei in Hameln deutlich.

Sehr häufig wurde dort bemängelt, dass Radfahrer auf der falschen Straßenseite oder auch in der Fußgängerzone unterwegs sind. Eine verstärkte Kontrolle durch die Polizei war dementsprechend eine häufig formulierte Forderung.

„Ich will nicht ausschließen, dass gefühlt die Gefährdung durch Radfahrer als sehr hoch angesehen wird. Allerdings belegen die Unfallzahlen etwas anderes“, sagt Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki. „Es gab im ersten Halbjahr 2011 bislang rund 2500 Verkehrsunfälle. An 157 waren Radfahrer beteiligt. Und nur bei 26, also gerade mal einem Prozent, war ein Radfahrer der Unfallverursacher“, berichtet Schedlitzki. Daher sieht die Polizei hier keinen besonderen Schwerpunkt, der eine hohe Priorität bei der Verkehrsüberwachung rechtfertige.

Wenn ein längerer Zeitraum beleuchtet werde, fallen laut Schedlitzki einige Schwerpunkte auf:

  • Bereich Süntelstraße zwischen Regina- und Gartenstraße
  • Kreuzungsbereich Reimerdeskamp/Holtenenser Landstraße/Fahlte/Süntelstraße
  • Reimerdeskamp/Heinestraße

Dort sei es ein Problem, dass Radfahrer den Radweg auf der falschen Straßenseite benutzten. „Meist aus Bequemlichkeit“, wie der Pressesprecher vermutet. Ein abbiegender Autofahrer übersehe die Radler dann leicht, weil er nicht mit ihnen rechne. Schedlitzki: „Häufig wird sich auch beschwert über die Radfahrer im Bereich der Baustelle Münsterbrücke. Aber auch hier ist es bislang zu keinem Unfall gekommen.“ Der Raum Münsterbrücke/Papenstraße sei allerdings ein Bereich, wo es durch Radfahrer auf der verkehrten Straßenseite bereits zu gefährlichen Situationen oder gar Unfällen gekommen ist. „Dort schaffte eine rote Linie Abhilfe, seitdem hat sich die Situation beruhig“, bemerkt Schedlitzki und sieht damit belegt, dass bei erkannten Brennpunkten auch gehandelt wird.



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