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Anlieger-Kritik ruft Fahrer auf den Plan / Klütviertel oft voll

Immer Ärger ums Parken: Wer darf wann wo stehen?

Parkraum ist knapp am Feuergraben – aber nicht nur hier gibt es immer wieder Ärger.

veröffentlicht am 23.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 10:21 Uhr

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Foto. Dana

Hameln (CK). Parken in Wohngebieten – ein Thema, das die Gemüter erhitzt, und zwar auf beiden Seiten. Nachdem Anwohner sich über einen Lkw-Fahrer beschwert hatten, der regelmäßig nachts und an Wochenenden vor ihrer Wohnung am Feuergraben parkt und ihnen angeblich Licht und Sicht nimmt (wir berichteten), hat der wiederum verärgert reagiert.

„Das ist Blödsinn“, sagt Carsten Dohrendorf auf den Vorwurf, sein Fahrzeug nehme den Anwohnern die Sonne. Vielmehr handele es sich lediglich um „ein bisschen Sichtbehinderung. Und er brauche morgens auch nur eine Minute, um sein Fahrzeug zu starten und wegzufahren. Viel schlimmer findet er die Behördenmitarbeiter rundum: „Die kommen wie die Heuschrecken und parken sämtliche Flächen des Viertels zu.“

Warum aber parkt Dohrendorf seinen 7,49 Tonnen schweren Lastwagen überhaupt am Feuergraben? „Das ist mein Arbeitsplatz“, so der 42-Jährige, der am 164er Ring wohnt und für die Hamelner Spedition „Polartrans“ Stückgut fährt, für Kunden wie Edeka beispielsweise oder Aldi. Jeder, so klagt er, wolle zwar die Lebensmittel in gewohnter Frische, nicht aber die Lastwagen, die sie beförderten.

In die Tiefgarage

passt der Wagen nicht

Andererseits: „Ich gönne den Anwohnern ja ihren Frieden und würde gern woanders parken, wenn ich könnte. Aber einen Anwohnerausweis bekomme ich nicht von der Stadt, weil sich unter unserem Haus eine Tiefgarage befindet“, klagt Dohrendorf. Nur: In diese Garage passt sein Fahrzeug wegen der Höhe nicht hinein. Ein anderer Lkw, ein großer Autotransporter, parkt zwar regelmäßig auch am 164er Ring gegenüber der Schiller-Turnhalle, wie Dohrendorf registriert hat, aber: Der darf. „Das ist dort kein allgemeines Wohngebiet“, sagt Stadt-Pressesprecher Thomas Wahmes. Lediglich den fließenden Verkehr behindern dürfe der Transporter natürlich nicht.

Der Ärger um Parkflächen ist aber nicht allein ein Problem dieses innerstädtischen Bereichs: Auch im Klütviertel beispielsweise, so in der Weber- oder der Leiststraße, klagen Anwohner über Sprinter und ähnliche Fahrzeuge, die von Angestellten mit nach Hause genommen und dort abgestellt werden.

Ein weiteres Ärgernis, das nicht allein die Anlieger aus dem Klütviertel regelmäßig beobachten: Unter der Hochstraße wird kreuz und quer geparkt. Ein Dorn im Auge ist vielen vor allem ein dort abgestellter Anhänger mit großer Werbeplane. Länger als zwei Wochen dürfe der dort nicht stehen, sagt Wahmes, der versichert, dass die Stadt auch kontrolliere. „Aber wenn der Fahrer auch nur einen Platz weiter fährt, hat er den Wagen ja bewegt. Das ist eine rechtliche Grauzone.“



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