weather-image
22°

„Niklas“ hinterlässt zahlreiche Schäden / Aufräumarbeiten dauern noch bis Ende Mai

Im Wiengrund stürmte es besonders stark

Hameln. Entwurzelte Bäume, Schäden an Gebäuden und ausgefallene Züge: Das Orkantief „Niklas“, das vorige Woche über Deutschland hinwegfegte, hat auch in Hameln für viel Aufregung gesorgt. Derzeit sind die drei Forstwirte des Forstamts damit beschäftigt, die umgestürzten oder abgeknickten Bäume zu beseitigen. Zeitweise kommt dabei auch ein Harvester – eine spezielle Maschine zum Holzernten – in den Wäldern zum Einsatz. „Einzelne umgefallene Bäume können wir damit aber nicht abtransportieren“, sagt Forstamtsleiter Ottmar Heise.

veröffentlicht am 10.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:21 Uhr

270_008_7702817_hm105_Dana_1004.jpg

Autor:

Frank Neitz und Andreas Timphaus
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Aufräumarbeiten werden nach seiner Einschätzung noch mehr als einen Monat in Anspruch nehmen. „Bis Ende Mai sollte es wohl dauern, bis alle Schäden beseitigt sind.“ Es brauche seine Zeit, bis die Forstarbeiter alle Bestände besichtigt hätten. „Die wichtigen Wege sind aber soweit frei“, sagt der Forstamtsleiter.

Die genaue Höhe des Schadens ist noch unklar. Heise schätzt vorsichtig: „500 bis 700 Kubikmeter Holz sind im Augenblick realistisch.“ Überproportional vom Sturm betroffen ist die Fichte. „In allen Fichtenbeständen liegen vereinzelt oder zu zweit umgestürzte Bäume“, sagt Heise. Es sei bei einer solchen Art von Sturm typisch, dass die Schäden überall im Wald verteilt sind. Zudem habe sich der Wind während des Sturms von Südwest auf Nordwest gedreht. „Deshalb liegen einige Bäume in unterschiedlichen Richtungen.“

Besonders stark hat „Niklas“ im Wiengrund in Richtung des Forsthauses Finkenborn gewütet. „Dort muss es eine heftige Sturmböe gegeben haben“, sagt Heise. Auch etwas weiter in Richtung Weidehohl und der Forstgenossenschaft Lachem seien die Schäden „gravierend“.

Auf dem Holzmarkt sorgen die Sturmfolgen hingegen wohl nicht für ein Überangebot. „Es ist nicht so schlimm wie bei Kyrill. Wir erwarten keine Marktstörung“, sagt Heise. Eine leichte Veränderung sei aber zu erwarten, da sich die Holzindustrie seit Jahren über die aus ihrer Sicht zu hohe Fichtenpreise beschwere. „Sie werden den Sturm vermutlich als Vorwand nehmen, um die Preise etwas zu drücken“, glaubt der Experte. Vermarktet wird das Holz bei den lokalen Händlern, die es anschließend in den umliegenden Sägewerken im Umkreis von bis zu 300 Kilometern weiterverarbeiten lassen. Auch das nicht sägefähige Holz, wie beispielsweise die Baumkronen, wird noch für die Herstellung von Spanplatten genutzt.

Von einem Spaziergang in den Hamelner Wäldern will der Abteilungsleiter nicht grundsätzlich abraten. „Die Leute sollten aber ein bisschen die Augen offen halten“, mahnt er. An manchen Stellen hängen noch Bäume über die Wege. Dort sollten Jogger oder Spaziergänger notfalls einen anderen Weg nehmen, rät Heise.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?