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Britenkino: Rückenwind für Investor / Vorstellung der Pläne gefordert

„Im falschen Film“

Hameln. Vasco Hexel bekommt Unterstützung aus der Politik. Er soll die Möglichkeit erhalten, seine Pläne zur Wiederbelebung des Britenkinos auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne vorzustellen (wir berichteten). Zudem hagelt es Kritik am bisherigen Umgang mit dem potenziellen Investor: Hans Ulrich Siegmund, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, fordert, „nicht hinter geschlossenen Türen zu entscheiden.“ Ihn verwundert, dass bei der letzten Sitzung des Begleitausschusses zur Erstaufnahmeeinrichtung am Montag zwar das Konzept des DRK vorgestellt wurde, aber der potenzielle Investor mit keinem Wort erwähnt wurde. „Wir reden immer von leeren Kassen und nun kommt jemand, der investieren möchte und er wird vor den Kopf gestoßen“, bemängelt Siegmund. „Ich bin dafür, ihn seine Pläne vorstellen zu lassen.“

veröffentlicht am 23.03.2016 um 18:13 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

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Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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„Man glaubt, im falschen Film zu sein“, sagt der Liberale Heinrich Fockenbrock über das bislang vergebliche Bemühen Hexels, seine Pläne für vorzustellen. In das Projekt, für das bereits vor der Inbetriebnahme der Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung Pläne bestanden, möchte Vasco Hexel einiges investieren, es soll ein nachhaltiges für die Nordstadt sein. Fockenbrock fordert zudem, dass man sich mit den eigenen Vorstellungen zur Zukunft des Kasernengeländes gegenüber der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten klarer positioniert. Allerdings nicht nur, was das Kino betrifft, sondern die gesamte Fläche.

Unterstützung für Vasco Hexel kommt auch von den Grünen: Für ein gemeinsames Gespräch aller Beteiligten – also Stadt, Landkreis, Bima und Investor – sprechen sich auch die Grünen auf Stadt- und Landkreisebene aus. „Die Konzepte des Investors und des DRK könnten einander ergänzen“, sagt Sven Kornfeld, Fraktionssprecher der Grünen im Landkreis. „Man könnte die Mauer verlegen und so eine Abgrenzung schaffen. Dieser allgemeine kulturelle Anlaufpunkt wäre auch später eine riesige Aufwertung für die Nordstadt.“ Damit spricht er Vasco Hexel aus dem Herzen: „Ich möchte die Hamelner Kulturszene bereichern. Das Kino würde weder mit dem Maxx konkurrieren noch mit der Sumpfblume, sondern ganz neue Angebote nach Hameln bringen.“

Für die Vorstellung der Pläne spricht sich auch Thomas Meyer-Hermann (CDU) aus. Besonders, weil es sich um ein Gebäude handele, das nicht genutzt werde. Ob es zielführend sei, wenn das DRK eigene Pläne verfolge oder gar investiere, hält er für fraglich. „Niemand weiß, wie sich die Flüchtlingspolitik entwickelt. Wir sollten diesem Engagement keine Steine in den Weg legen“, meint Meyer-Hermann.

Auch Lars Reineke und Peter Kurbjuweit (Die Linke) würden die Pläne gerne kennenlernen. „Ich war überrascht, aus der Zeitung davon zu erfahren“, sagt Reineke. „Ich empfehle, den Herrn einzuladen. Das ist ein Projekt, das über die derzeitige Flüchtlingssituation hinausgeht, deshalb müsste man die Politik einbinden.“

Wilfried Binder, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, fordert, dass der Interessent ein schlüssiges Konzept und eine sichere Finanzierung für sein Vorhaben vorträgt. „Dabei ist ein Gespräch mit allen Beteiligten immer sinnvoll.“ Politisch betrachtet sei Hexels Idee eine Aufwertung für die Hamelner Nordstadt, „wobei das Vorhaben in die gesamte städtebauliche Planung des Geländes passen muss“.



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