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Neue Markierungen für Radfahrer am Kopmanshof?

Im dritten Anlauf soll es klappen

veröffentlicht am 16.09.2016 um 15:15 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:32 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Die Verkehrssituation am Kopmanshof bleibt wie sie ist – oder doch nicht? Zwei Vorschläge der Linke-Fraktion wurden bereits abgelehnt. Doch Lars Reinecke sagt von sich selbst, dass er ein Mensch sei, der nicht so schnell aufgibt. Deshalb hat der scheidende Fraktionsvorsitzende nun noch einen dritten Versuch gestartet. Die Verwaltung möge prüfen, ob sogenannte Sharrows – Markierungen, die ein Piktogramm aus Fahrrad und Pfeilspitzen zeigen – auf der Fahrbahn aufgebracht werden könnten. „Es ist ein Kompromissvorschlag, der zeigen soll, dass wir an die Radfahrer denken“, begründet Reinecke die Idee.

Aus seiner Sicht sei dies eine einfache und günstige Möglichkeit, um Autofahrer für die weiteren Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren – und um zu zeigen, dass Radfahrer gleichberechtigt sind. In den USA, Kanada und Australien kommen Sharrows regelmäßig zum Einsatz. In Wien wurden die Fahrbahnmarkierungen bereits in mehreren Straßen getestet – mit Erfolg. Eine Studie zur Wirkung der Piktogramme zeigte eine gesteigerte Sicherheit des Rad- und Autoverkehrs durch verbesserte Interaktion, eine Abnahme der Überholvorgänge sowie einen größeren Sicherheitsabstand der Autos beim Überholen.

Vor gut einem halben Jahr hatte die Linke-Fraktion den Antrag gestellt, den Autoverkehr an der Kreuzung zum Münsterwall/Ostertorwall auf eine Spur zu beschränken, um mehr Platz für Radfahrer zu schaffen. An der zweispurigen Regelung wollten Verwaltung und Politik letztlich aber nicht rütteln. Auch der Versuch, zumindest ein wenig mehr Platz für die Radfahrer herauszuschlagen, wurde seitens der Stadt negativ beschieden. Aufgrund der engen Platzverhältnisse sowie des hohen Verkehrsaufkommens stelle der Einmündungsbereich eine planerische Herausforderung dar, weshalb von einer Änderung oder gar Neuplanung abgesehen werden, hieß es nach einer städtischen Prüfung.

Im dritten Anlauf soll es jetzt klappen. Die Worte des Ersten Stadtrats Hermann Aden machten Reinecke am Donnerstag in der Sitzung des Umweltausschusses zumindest ein wenig Hoffnung. „Wir wollen den Vorschlag mitnehmen, ob eine zusätzliche Kennzeichnung dabei hilft, aufmerksam zu machen, dass es sich auf der Straße um einen geteilten Raum handelt.“

Auch die übrigen Mitglieder des Umweltausschusses wollten bei so viel Beharrlichkeit seitens der Linken nicht widersprechen. Sie votierten einstimmig für den Änderungsantrag.



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