weather-image
×

Im Bürgergarten wird’s nicht mehr so bunt

veröffentlicht am 22.08.2010 um 16:41 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Hameln (kar). Auch Schmuckpflanzungen unterliegen der Mode: Was vor Jahren noch als schön empfunden wurde, trifft heute mitunter nicht mehr den Zeitgeschmack. Wahrscheinlich aber hat schlicht der Zwang zum Sparen die Stadt dazu bewogen, sich von den beliebten und oft bewunderten Rabatten im Bürgergarten zu trennen. Blumenschmuck, der seinen Preis hat und den es in dieser Form im nächsten Jahr nicht mehr geben wird: „Damit sollen pro Jahr 40 000 Euro eingespart werden“, teilt die Verwaltung mit.

Ein Betrag, der sich auf Personal- und Sachkosten bezieht und nicht nur die Beete im Bürgergarten betrifft, sondern auch die bepflanzten Flächen an den Ortseingängen der

B217,  im Bereich Fort Luise und in etlichen Ortschaften. Nein, zubetoniert werden die Beete nicht, wehrt man im Rathaus ab, aber man werde sie einer „zeitgemäßeren, umwelt-und funktionsgerechteren Umgestaltung“ zuführen.
Für den Bürgergarten heißt das: Das wie Zinnsoldaten stehende glutrote Blumenrohr (Canna), die leuchtend gelben Tagetes, wolligen Ziergräser, fleißigen Lieschen und die vielen anderen kunterbunten einjährigen Gewächse entlang des östlichen Hauptweges verschwinden komplett: „Dort kommt Rasen hin“, bestätigt Stadtsprecher Thomas Wahmes: „Ein Platzgewinn für die vielen Veranstaltungen.“ Die kleineren Flächen neben dem Fontänenbecken und entlang der Zierbrunnen werden dauerhaft neu bepflanzt: Dort sollen standortgerechte Stauden und Gräser gesetzt werden, die sich in ein bis zwei Jahren zu üppigen Teppichen verdichten, dann kaum noch Pflege benötigen und so deutlich kostengünstiger in der Unterhaltung sind.
Wie so ein Stauden- und Gräserbeet aussehen könnte, verdeutlichen die jüngsten Pflanzungen auf dem Rathausplatz sowie die neu gestaltete Verkehrsinsel „Guter Ort“: Auf den ersten Blick schaut alles wie Wildwuchs aus, wirkt krautig und ein wenig ungepflegt, schaut man aber genauer hin, erkennt man eine Vielfalt an Pflanzen, von denen im Jahresverlauf immer wieder andere Arten in den Vordergrund treten werden. Ihre unterschiedlichen Blüten- und Samenstände bieten Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung, machen so die Beete auch aus ökologischer Sicht wertvoller, ist man im Rathaus überzeugt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt