weather-image
13°

Hubschrauberlandeplatz am Hamelner Sana-Klinikum offiziell freigegeben

Im Anflug

Hameln. „Ich bin froh, dass nun alle Hürden für den offiziellen Flugbetrieb des Hubschrauberlandeplatzes am Klinikum genommen wurden“, so der Chefarzt der Klinik für Kardiologie im Sana-Klinikum, Dr. Hubert Topp. Nach Abschluss der Baumaßnahme des Krankenhauses musste der Hubschrauberlandeplatz komplett neu angelegt werden, denn inzwischen hatten sich viele Betriebsvorschriften geändert. Abschließend bedurfte es der Genehmigung durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Wolfenbüttel, welche für das Land auch Aufgaben im Bereich Luftfahrt und Luftsicherheit wahrnimmt. Entgegen der landläufigen Meinung, dass in der Hauptsache notfallmäßig Unfallopfer in das Klinikum geflogen werden, erfolgen die meisten Flüge mit dem Hubschrauber als Sekundärtransporte von der Intensivstation. Und dabei spielen unter anderem Verlegungen von kardiologischen Patienten in die Herzchirurgie eine große Rolle. „Diese Patienten sind oft in einem zu schlechten Allgemeinzustand, sodass sie einen langen Transport im Rettungswagen vermutlich schlecht überstehen würden. Und manchmal kommt es auch auf Minuten an“, so Topp.

veröffentlicht am 23.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:41 Uhr

270_008_6751814_hm222_2311.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Doch natürlich spiele auch die Transportzeit eine große Rolle, wenn Unfallopfer in das am Sana-Klinikum ansässige „Regionale Traumazentrum“ der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie geflogen würden. Bislang wurde, bedingt durch die Arbeiten am Klinikneubau, der Landeplatz auf dem Gelände der britischen Armee an der Fischbecker Landstraße genutzt; denn der frühere Hubschrauberlandeplatz des Klinikums musste während der Bauzeit des Neubaus als Fläche für Baumaschinen und Material umgenutzt werden. Die so dringend erwartete Wiederinbetriebnahme erforderte jedoch nicht allein einen geänderten Untergrund und eine viel umfassendere Landefeldbeleuchtung, sondern noch zahlreiche weitere sicherheitsrelevante Vorkehrungen. Unter anderem wird die Landezone per Video vor jeder Anflugfreigabe von der Feuerwehreinsatzleitstelle (FEL) des Landkreises überprüft, denn es könnten sich dort unberechtigt Personen aufhalten oder falsch abgestellte Fahrzeuge die Landung behindern. Auch eine Sicherheitswache durch technisches Klinikpersonal ist erforderlich.

Für Dr. Hubert Topp und die anderen Klinikmitarbeiter ist jedoch die lange Zeit des Wartens auf die offizielle Zulassung vorbei – zum Glück, sagen alle Beteiligten, denn der Transport von Patienten zum Gelände der Briten stellte jedes Mal eine zusätzliche Belastung dar. Ob es sich zukünftig um ein Unfallgeschehen oder eine akute innere Erkrankung handelt, der Rettungshelikopter soll ab jetzt wieder alle Patienten mit Start oder Ziel Sana-Klinikum sicher direkt an den Klinikeingang bringen oder sie dort in Empfang nehmen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt