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Ständige Aktualisierung des Bestandes in Tündern trotz Spenden und Sonderaktionen ein Problem

Im 50. Jahr plagt die Dorfbücherei die Geldnot

Tündern (sto). Zum kulturellen Leben im idyllischen Dorf im Weserbogen gehört die Dorfbücherei – eine gemütlich eingerichtete Lesestube für Alt und Jung. Seit einigen Wochen ist der literarische Treffpunkt Tünderns jedoch geschlossen. Grund sind Umbauarbeiten an dem alten Fachwerkhaus in der Degenerstraße, dem Domizil der Bücherei und des künftigen Hofcafés. Das Café soll Mitte August den Betrieb aufnehmen. Die Wiedereröffnung der Bücherei ist für Anfang September geplant – mit einem Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen dieser Einrichtung. „An welchem Tag wir feiern werden, steht noch nicht ganz fest“, sagt Ingeborg Hentschel. Die Dorfbücherei, die sie seit 20 Jahren ehrenamtlich leitet, ist der 82-Jährigen sehr ans Herz gewachsen. Als leidenschaftliche Leserin bereite es ihr große Freude, auch andere zu dieser Freizeitbeschäftigung zu verführen.

veröffentlicht am 28.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 12:21 Uhr

Ingeborg Hentschel ist die gute Seele der Bücherei in Tündern.
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Kein Zuschuss mehr vom Ortsrat

Leider können Ingeborg Hentschel und ihre Mitstreiterinnen Doris Pieper sowie Inge Stier ihren Ehrgeiz, die Bücherei durch immer neue Bücher stets auf dem aktuellen Stand zu halten, nicht so nachkommen wie sie gerne möchten. Es fehle am Geld. „Im Gegensatz zu manch anderen Ortsbüchereien erhalten wir keinen Zuschuss mehr vom Ortsrat“, bedauert die Leiterin. Auch sei die Spendenbereitschaft von Firmen und Privatleuten zurückgegangen. Um dennoch Geld in die Kasse zu bekommen, organisieren Ingeborg Hentschel und ihr Team hin und wieder Sonderaktionen, beispielsweise Flohmärkte und Lesungen. „Auch die Stadtbücherei Hameln und alle zwei Jahre das Basar-Team der Kirchengemeinde Tündern unterstützten uns“, freut sich die Leiterin. Trotz dieser Hilfe seien Neuanschaffungen jedoch nur noch begrenzt möglich. „Alte Schinken“, beispielsweise Heimatromane, werden im Gegensatz zu früher selten ausgeliehen. Gefragt seien aktuelle Krimis, weiß Ingeborg Hentschel.

Die 1959 von dem damaligen Schulleiter Walter Homann in der Grundschule Tündern eingerichtete Dorfbücherei verfügt derzeit über 4079 Werke. Gut die Hälfte davon sind Kinder- und Jugendbücher. „Kinder im Grundschulalter sind unsere Stammkunden“, sagt Hentschel. Sie hatte vor 20 Jahren dazu beigetragen, dass die Kinderbuchabteilung wieder in Schwung kam.

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