weather-image
33°

Hamelner Klaus Steffens reagiert auf Skulpturen-Schwund

„Ich werde sie der Stadt ein zweites Mal schenken“

Hameln. Kaum hatte er den Bericht über die verschwundene Skulptur vom Pferdemarkt gelesen, fing Klaus Steffens an, zu überlegen. Kurze Zeit später stand für ihn fest: Es soll eine neue Skulptur geben. Vor 14 Jahren hatte er als Chef des Energieunternehmens Wesertal der Stadt Hameln den „Armformer“ von Eg Witt geschenkt, eine 2,10 Meter große Eisenskulptur. Jetzt will er die Geschichte wiederholen. „Ich habe bei Eg Witt eine gleichartige Skulptur gekauft und werde sie der Stadt ein zweites Mal schenken“, erklärte er gestern gegenüber der Dewezet.

veröffentlicht am 08.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 01:41 Uhr

270_008_5212060_hm207_0802.jpg
Birte Hansen

Autor

Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die acht Zentner schwere Figur ist bislang spurlos aus dem Betriebshof der Stadt verschwunden. Dort war sie mit Beginn der Sanierungsarbeiten in der Fußgängerzone eingelagert worden, sollte nach Abschluss wieder aufgestellt werden – was daran scheiterte, dass sie sich scheinbar in Luft aufgelöst hat. Auch eine Anzeige bei der Polizei hat nicht zum Erfolg geführt.

Diesmal möchte der Hamelner Klaus Steffens als Privatmann spenden. Weil man, wie er sagt, „sich doch irgendwo engagieren kann“. In die Politik werde er niemals gehen, all seine Ehrenämter habe er vor geraumer Zeit niedergelegt, aber die Kunst als generell eher unterbelichtetes Thema liege ihm am Herzen. Und so möchte er ihr erneut in der Stadt Auftrieb geben. Der Betrag, den er für die Skulptur aufbringen muss, tue ihm nicht weh, sagt er offenherzig. Über den Preis aber „reden wir nicht“, sagt Steffens über die Vereinbarung zwischen ihm und dem Rintelner Künstler Witt.

Eg Witt und die Kunst – „ich finde die Sachen von ihm gut. Sie hat nichts Böses, keine Reibungspunkte, ist nicht aggressiv“. Beim Betrachten spüre man keine widerborstige Spannung in sich, beschreibt Steffens das eigene Empfinden. Bei ihm zu Hause hängen Gemälde von Witt, und zum 50. Geburtstag bekam er von seinen Mitarbeitern eine Skulptur geschenkt, die dem Witt’schen Stil nachempfunden ist. „Der mag rostiges Metall, dann bekommt er jetzt auch so was“, hätten die Geber damals gesagt. Das Geschenk: ein rostendes Cabriolet, auf dem Heck stehend.

In Klaus Steffens Küche hängen auch Bilder von Eg Witt. Fotos: Dana

Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann hat gestern eine E-Mail von Klaus Steffens erhalten, in der er seine edle Spende anbietet. Jetzt hofft er auf positive Reaktionen seitens der Stadt. Und darauf, dass die Skulptur bald ihren festen, geplanten Platz auf dem Pferdemarkt einnimmt. Künstler Eg Witt seinerseits freut sich, wie er sagt, „sehr über den engagierten Bürger“ Steffens. Weil die Geschichte in der Dewezet von der Skulptur Kreise gezogen hat, war Eg Witt gestern mit weiteren Medienanfragen beschäftigt – genauso wie auch die Stadt Hameln. Die hat unterdessen angekündigt, dass sie einen Finderlohn zahlen werde, wenn jemand die Skulptur tatsächlich entdeckt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?